Wolfenbüttel führt als erste Stadt Niedersachsens kleinere Kita-Gruppen ein
Harry GirschnerWolfenbüttel führt als erste Stadt Niedersachsens kleinere Kita-Gruppen ein
Wolfenbüttel wird die erste Stadt in Niedersachsen, die die Gruppengrößen in Kitas reduziert. Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 werden Krippen, Kindergärten und Hortbetreuung weniger Kinder pro Gruppe aufnehmen. Die Entscheidung folgt langjährigen Forderungen von Eltern und Erziehern nach kleineren Gruppen.
Der Stadtrat beschloss die Änderungen im Rahmen des Demografieprogramms Chancen 2030, das im Dezember 2021 verabschiedet wurde. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Geburtenraten und einer erwarteten Nachfrageabnahme nach Betreuungsplätzen in den kommenden Jahren.
Ab 2026 werden Krippengruppen von 15 auf 14 Kinder verkleinert. Kindergartengruppen schrumpfen von 25 auf 24 Kinder, während Hortgruppen von 20 auf 19 Kinder reduziert werden. Die Kita-Leitungen werden diese Obergrenzen durchsetzen, wobei in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen möglich sind.
Die Abstimmung fand breite Zustimmung, wobei sich zwei AfD-Stadträte der Stimme enthielten. Keine andere Kommune in Niedersachsen hat bisher vergleichbare Maßnahmen formal eingeführt – Wolfenbüttel geht damit als Vorreiter voran.
Die neuen Gruppengrößen treten zum Schuljahr 2026/2027 in Kraft. Die Kitas müssen nun Personal und Räumlichkeiten an die reduzierten Vorgaben anpassen. Die Stadt erwartet, dass die Änderungen die Betreuungsqualität verbessern und gleichzeitig der geringeren Nachfrage gerecht werden.






