18 April 2026, 00:26

Merz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet die medizinische Versorgung in Deutschland

Schwarzes Lederabzeichen mit rotem Kreuz-Logo beschriftet mit "Bundeswehrkrankenhaus München".

Merz' Rückführungsplan für Syrer gefährdet die medizinische Versorgung in Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Plan vorgelegt, nach dem 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren sollen. Der Vorstoß löst Besorgnis bei Führungskräften im Gesundheitswesen aus, die negative Folgen für die medizinische Fachkraftversorgung befürchten. Syrische Fachkräfte spielen derzeit eine zentrale Rolle in deutschen Krankenhäusern – vor allem in der Pflege und Medizin.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich deutlich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Die stellvertretende Vorsitzende, Henriette Neumeyer, warnte, der Verlust dieser qualifizierten Arbeitskräfte werde die Patientenversorgung beeinträchtigen. Sie betonte, ihr Weggang hinterließe eine spürbare Lücke im System.

Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen die größte Gruppe ausländischer Mediziner in Deutschland. Bis Ende 2024 werden bundesweit 5.745 von ihnen in Krankenhäusern tätig sein. Darüber hinaus sind über 2.000 syrische Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege beschäftigt. Ihr Einsatz ist mittlerweile unverzichtbar, um den Personalbedarf in Gesundheitseinrichtungen zu decken.

Mit seinem Plan strebt der Kanzler an, die Zahl der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren deutlich zu verringern. Krankenhäuser sind jedoch in hohem Maße auf diese Fachkräfte angewiesen, um kritische Positionen zu besetzen. Ohne sie drohen dem Gesundheitssektor Personalengpässe und eine noch größere Belastung für die verbleibenden Beschäftigten.

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