MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Abenteuer, Genuss und Kritik an hohen Preisen
Harry GirschnerMERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Abenteuer, Genuss und Kritik an hohen Preisen
Das MERIAN Reisefestival kehrte am Wochenende nach Wiesbaden zurück und füllte das Rhein-Main Congress Center (RMCC) mit Vorträgen, Verkostungen und Reiseinspiration. Von Samstag bis Montag bot die Veranstaltung drei Tage lang Reisenden, Experten und lokalen Anbietern eine Plattform für Austausch und Entdeckungen.
Doch der Weg zum Festival gestaltete sich zunächst nicht ganz einfach. Wer am Haupteingang des RMCC eintraf, fand weder Hinweisschilder noch Banner, die den Weg wiesen. Sobald man jedoch die Türen durchschritten hatte, öffnete sich die Ausstellungshalle mit einer Mischung aus Reisepräsentationen und regionalen Köstlichkeiten.
Das Programm bot eine vielfältige Auswahl an Referenten und Auftritten. Abenteurer Jonas Deichmann berichtete von seinen Solo-Expeditionen in Das Limit bin nur ich. Unterdessen präsentierten Denis Scheck und Anne-Dore Krohn eine unterhaltsame kulinarisch-literarische Revue rund um Berlin. Ein Highlight war der Auftritt der Wiesbadener Weinkönigin, die an einer verspielt-meditativen Klangschalen-Demonstration von Schloss Freudenberg teilnahm.
Besucher konnten Reiseziele von der nahen Region Wiesbaden-Rheingau bis hin zu fernen Orten wie Costa Rica, Afrika und Alaska erkunden. An den Ständen gab es lokale Spezialitäten – von den Rheingau Affineuren über Maldaner Kaffeerösterei und Butta la Pasta bis hin zum Frankfurter Helles – die kleine Menschenansammlungen anzogen. Trotz des abwechslungsreichen Angebots blieb der Besucherandrang überschaubar, was der Veranstaltung eine entspannte, wenn auch etwas ruhige Atmosphäre verlieh.
Die Eintrittspreise sorgten unter einigen Gästen für Diskussionen: Ein Tagespass kostete 25 Euro, ein Dreitages-Ticket 60 Euro – Preise, die manche angesichts des gebotenen Erlebnisses als recht hoch empfanden.
Nach drei Tagen voller Reisevorträge, Verkostungen und Live-Demonstrationen ging das Festival zu Ende. Zwar kritisierten einige die hohen Eintrittsgelder und die mangelnde Beschilderung, doch die Mischung aus globalen Zielen und regionaler Kultur bot den Besuchern reichlich Anregungen. Die Veranstalter werden die Rückmeldungen vermutlich berücksichtigen, wenn sie die nächsten Ausgaben planen.






