Deutsche Nationalmannschaft kämpft mit Instabilität vor dem WM-K.-o.-Spiel gegen Paraguay
H.-Dieter ReuterDeutsche Nationalmannschaft kämpft mit Instabilität vor dem WM-K.-o.-Spiel gegen Paraguay
Auf dem Papier glänzt die deutsche WM-Mannschaft mit beeindruckendem Talent. Doch die Leistungen der Mannschaft haben Zweifel an Stabilität und Zusammenhalt geweckt. Die mangelnde Konstanz sorgt zunehmend für Kritik – sowohl bei den Fans als auch in den Reihen der Verantwortlichen.
Seit Langem hat die deutsche Elf Probleme mit gegnerischen Teams, die aggressiv pressen und den Raum eng machen. Schwächen in der Defensive, besonders auf der rechten Abwehrseite und im Tor, begleiten das Team bereits durch das gesamte Turnier. Im Angriff, der mit vielen ähnlichen Spielertypen besetzt ist, fehlt es häufig an Tiefe und Explosivität, um kompakte Abwehrreihen zu knacken.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat vor dem K.-o.-Spiel gegen Paraguay bereits Defizite in der Physis und im Spielaufbau eingeräumt. Trotz einer unauffälligen Vorrunde Paraguays sind die Südamerikaner durch ihre Siege gegen Brasilien und Argentinien in der Qualifikation nicht zu unterschätzen. Sportdirektor Rudi Völler lobte zwar die Leidenschaft der Mannschaft, doch auf dem Platz zeigen sich immer wieder Zögerlichkeit und Unsicherheit.
Lange haben sowohl die deutsche Öffentlichkeit als auch der DFB die Probleme der Nationalelf verharmlost. Doch nun, da das politische Schweigen die Aufmerksamkeit voll auf die sportlichen Ergebnisse lenkt, wächst der Druck. Ein mögliches WM-Aus würde eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft der Mannschaft auslösen. Auch die Frage, wie der DFB die Nationalmannschaft führt, stünde dann zur Diskussion. Der Ausgang des Spiels gegen Paraguay könnte die Richtung dieser Diskussion vorgeben.
