16 April 2026, 20:21

Berliner Linke plant radikale Mietpreisbremse für 400.000 Wohnungen

Schwarz-weiß-Plan von Berlin, Deutschland, mit einer zentralen Gebäudeillustration und Text, der das Stadtlayout und die umliegende Gegend detailliert.

Berliner Linke plant radikale Mietpreisbremse für 400.000 Wohnungen

Die Linke in Berlin hat ein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm vorgestellt, das die explodierenden Mieten in der Hauptstadt bremsen soll. Kern des Plans ist eine strikte Mietpreisbremse für rund 400.000 kommunale Wohnungen sowie umfassende Maßnahmen zur Stabilisierung des Berliner Wohnungsmarkts. Nach Angaben der Partei sollen die Vorschläge die finanzielle Belastung für Mieter verringern und übermäßige Mietsteigerungen im privaten Sektor eindämmen.

Laut dem neuen Konzept würden Mieten für Neuvermietungen und Wiedervermietungen entweder auf die Höhe der Vormietmiete oder auf einen Wert gedeckelt, der zehn Prozent unter dem örtlichen Mietspiegel liegt. Bei Wohnungen, deren Mieten den Mietspiegel um mehr als 20 Prozent übersteigen, müssten Vermieter die Preise auf maximal zehn Prozent über dem Referenzwert senken. Auch die Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter würde auf 1,50 Euro pro Quadratmeter begrenzt.

Der Mietenstopp beginnt mit einem einjährigen Moratorium für Mieterhöhungen, gefolgt von einer jährlichen Obergrenze von einem Prozent. Innerhalb von zwei Jahren dürften Vermieter die Mieten insgesamt um höchstens zwei Prozent anheben. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen plant die Partei eine einmalige Kapitalzufuhr für die Landeswohnungsunternehmen (LWU), Berlins kommunales Wohnungsunternehmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Regelungen sollen zunächst für fünf Jahre gelten, bevor eine Evaluation über ihre Zukunft entscheidet. Über die Mietpreisbremse hinaus strebt Die Linke eine Trennung der Finanzierung von Neubauten und Sanierungen von der Bewirtschaftung bestehender Immobilien an. Langfristig sieht ihr Konzept ein "Gesetz für sicheres Wohnen" sowie die schrittweise Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände vor.

Vertreter der Partei argumentieren, dass der Plan den Berliner Mietspiegel insgesamt senken und den Druck auf die Preise im privaten Markt verringern werde. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, wären sie einer der weitreichendsten Eingriffe in den deutschen Wohnungsmarkt der letzten Jahre.

Die Vorschläge der Linken zielen sowohl auf sofortige Entlastung für Mieter als auch auf strukturelle Veränderungen des Berliner Wohnungsmarkts ab. Bei einer Umsetzung würde die Politik die Festsetzung und Verwaltung von Mieten in kommunalen und privaten Wohnungen grundlegend reformieren. Die fünfjährige Testphase soll zeigen, ob strengere Regulierungen die Kosten stabilisieren können – ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Quelle