26 April 2026, 12:25

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch bricht mit Klischees über jüdisches Leben in Deutschland

Ein abgenutztes Buch mit hebräischer Schrift auf seinen Seiten, betitelt "Jüdisches Pessach-Seder", vor einem schwarzen Hintergrund.

"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen": Ein Buch bricht mit Klischees über jüdisches Leben in Deutschland

Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" bietet einen seltenen Einblick in das Leben jüdischer Menschen im Land. Verfasst von Joshua Schultheis und Mascha Malburg, präsentiert das Werk Interviews mit acht Personen, die ihre persönlichen Geschichten und Sichtweisen auf das heutige Deutschland teilen. Die Autoren möchten damit über das begrenzte öffentliche Bild jüdischen Lebens hinausgehen, das oft nur im Zusammenhang mit der NS-Geschichte oder Nahostkonflikten thematisiert wird.

Die Interviewten repräsentieren unterschiedliche Hintergründe: Manche wurden in Deutschland geboren und blicken auf eine mehrgenerationige Familientradition zurück, andere sind erst kürzlich aus der Ukraine, Russland oder Städten wie New York und Tel Aviv eingewandert. Ihre Gespräche handeln von persönlichen Lebenswegen, Alltagserfahrungen und Zukunftshoffnungen.

Joshua Schultheis, politischer Redakteur bei der "Jüdischen Allgemeinen", und seine Koautorin Mascha Malburg – Politikwissenschaftlerin und Soziologin – haben die Interviews so strukturiert, dass vielfältige Perspektiven sichtbar werden. Malburgs akademische Auseinandersetzung mit Hannah Arendts Revolutionstheorie verleiht der Analyse zusätzliche Tiefe. Die Gespräche zeigen, wie vielschichtig jüdische Identität in Deutschland ist – weit komplexer, als es die oft verengten öffentlichen Debatten suggerieren.

Die Autoren betonen, dass ein Verständnis jüdischer Anliegen nur gelingen kann, wenn man den Betroffenen selbst zuhört. Indem das Buch diese Stimmen in den Mittelpunkt stellt, hinterfragt es Klischees und zeichnet ein differenzierteres Bild jüdischen Lebens in Deutschland heute.

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"Worüber Jüdinnen und Juden sprechen" liefert direkte Einblicke in die Erfahrungen jüdischer Menschen in Deutschland. Die Interviews reichen von familiärer Herkunft über Fragen der Integration bis hin zu Zukunftsvisionen. Durch diese persönlichen Erzählungen will das Buch das öffentliche Verständnis über die üblichen, eingeschränkten Erzählmuster hinaus erweitern.

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