30 June 2026, 22:16

Netzbetreiber und Kommunen ringen um Stromnetz-Ausbau am Oberrhein

Das Stromnetz im südlichen Baden ist am Limit: Expansion wird zur Schlüsselforderung

Netzbetreiber und Kommunen ringen um Stromnetz-Ausbau am Oberrhein

Treffen in Emmendingen: Netzbetreiber und Kommunen diskutieren dringenden Ausbau des Stromnetzes am Südlichen Oberrhein

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Bei einem kürzlichen Treffen in Emmendingen kamen Netzbetreiber, lokale Behörden und regionale Vertreter zusammen, um über den dringend notwendigen Ausbau des Stromnetzes im Südlichen Oberrhein zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Notwendigkeit, die Infrastruktur angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien und des steigenden Strombedarfs zeitnah zu modernisieren.

An der vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisierten Veranstaltung nahmen Vertreter von TransnetBW, Netze BW, Badenova Netze, Naturenergie Netze und E-Werk Netze teil. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen, um die Entwicklung voranzutreiben.

Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch. Ohne bessere Koordination drohten Verzögerungen bei der Energiewende, warnte er. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie die steigende Nachfrage durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industriekunden belasteten das bestehende Netz zunehmend.

Als mögliche Lösung zur Bewältigung von Angebots- und Nachfrageschwankungen wurde der Einsatz großflächiger Batteriespeicher diskutiert. deren Integration würde jedoch weitere Netzanpassungen erfordern. Viele Kommunen berichteten von zahlreichen Anfragen zu Batteriespeicherprojekten – ein Zeichen für das wachsende Interesse an dieser Technologie.

Die aktuelle Netzinfrastruktur kommt mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem steigenden Stromverbrauch kaum noch mit. Einige neue Anlagen können nicht ans Netz angeschlossen werden, und Unternehmen kämpfen mit Verzögerungen bei der Netzanbindung. Das Treffen unterstrich die Dringlichkeit schnellerer Genehmigungsverfahren und besserer Planung, um weitere Engpässe zu vermeiden.

Quelle