Wohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Bauoffensive gegen 1,4 Millionen fehlende Wohnungen
Paula GumprichWohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Bauoffensive gegen 1,4 Millionen fehlende Wohnungen
Deutschland steht vor einem massiven Wohnungsmangel – bundesweit fehlen mindestens 1,4 Millionen Wohnungen. Die Linke kritisiert die zögerliche Bautätigkeit scharf und bezeichnet die Fertigstellungszahlen des vergangenen Jahres als „beschämend“. Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Partei, fordert nun dringendes Handeln, um die Krise zu bewältigen.
Lay verlangt ein sofortiges Investitionsprogramm, um den Bau von Sozialwohnungen und gemeinnützigem Wohnraum zu beschleunigen. Die bisherigen Maßnahmen – darunter auch die Vorschläge von Verena Hubertz – reichten bei Weitem nicht aus, so ihre Kritik. Stattdessen solle die Bundesregierung selbst die Initiative ergreifen und den Bau bezahlbarer Wohnungen direkt steuern.
Im Mittelpunkt ihrer Forderungen stehen der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, kommunaler Wohnungen sowie von Genossenschaftswohnungen. Zudem pocht Lay auf die zügige Freigabe bereits zugesagter Fördergelder für gemeinnützige Wohnprojekte. Ohne diese Schritte werde die Knappheit bezahlbaren Wohnraums die soziale Spaltung weiter verschärfen, warnt sie.
Die Kritik der Linken kommt nach einem Jahr 2021, in dem deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt wurden als nötig. Lay spricht von einer wachsenden „sozialen Bruchlinie“ und fordert die Politik auf, das Thema Wohnen zur absoluten Priorität zu erklären.
Der Appell für eine bundesweite Bauoffensive unterstreicht das Ausmaß der Wohnungsnot in Deutschland. Lays Forderungen zielen auf direkte staatliche Eingriffe und schnellere Fördermittel für gemeinnützige Projekte ab. Ohne Kurswechsel droht sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum weiter zu verschärfen.






