08 March 2026, 14:16

Wie der Treff am Bahnhofs in Stuttgart Gemeinschaft neu definiert

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Bahnhofs mit Menschen, die auf verschiedenen Gegenständen sitzen, einschließlich Gleisen, Geländern, Wänden und Fenstern, mit dem Text "verurteilt zum Leben im Millbank-Gefängnis" oben und unten.

Wie der Treff am Bahnhofs in Stuttgart Gemeinschaft neu definiert

Der Treff am Bahnhofs in Stuttgart – ein Erfolgskonzept mit Zukunft

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Seit seiner Eröffnung vor einem Jahr hat sich der Treff am Bahnhofs in Stuttgart zu einem gut besuchten Begegnungsort entwickelt. Sechs Tage die Woche geöffnet, zählt das Zentrum mittlerweile rund 50 Besucherinnen und Besucher pro Tag – darunter zunehmend mehr Frauen. Aufgrund des Erfolgs wurde die Finanzierung nun bis Ende 2027 verlängert.

Klare Regeln strukturieren den Betrieb: Alkohol ist erlaubt, Cannabis hingegen nicht, und Übernachtungen sind untersagt. Unangekündigte Kontrollen sorgen für Ordnung und ein sicheres Umfeld. Trotz der lockeren Atmosphäre basiert der Erfolg des Zentrums auf der Eigenverantwortung der Nutzer: Zwei Stammgäste, darunter Joachim Wörner, übernehmen dabei Schlüsselrollen im täglichen Ablauf.

Regelmäßige Diskussionsrunden gehören zum Programm, und die Besucher wünschen sich Fachvorträge zu verschiedenen Themen. Ein kostenloses monatliches Mittagessen, finanziert durch Spenden eines lokalen Gastronomen, erhöht die Attraktivität des Angebots. Sozialarbeiter schauen einmal pro Woche vorbei, und Passanten bleiben oft stehen, um sich mit den Gästen auszutauschen.

Yalcin Bayraktar, Stuttgarts Bürgermeister für öffentliche Ordnung, betont die Bedeutung der Verbindung von Ordnungsrecht und Sozialpolitik. Die Zukunft des Treff am Bahnhofs hängt von dieser Balance ab – und vom Engagement der Nutzer. Bisher hat sich das Konzept bewährt, auch wenn detaillierte Daten zur Entwicklung noch ausstehen.

Mindestens bis 2027 bleibt der Treff am Bahnhofs geöffnet und bietet der Gemeinschaft einen strukturierten, aber einladenden Raum. Die Mischung aus sozialer Unterstützung, Eigeninitiative und klaren Spielregeln hat das Zentrum zu einem Erfolgsmodell gemacht. Nun gilt es, diesen Ansatz beizubehalten und gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Besucher einzugehen.

Quelle