Weihenstephan setzt auf KI und Solarstrom für Elektro-Lkw-Ladestation
Enrico HerrmannWeihenstephan setzt auf KI und Solarstrom für Elektro-Lkw-Ladestation
Die Staatsbrauerei Weihenstephan hat in Freising ein mit KI gesteuertes Lade- und Energiedepot für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit Delta Charge und zählt zu den ersten batteriegestützten Schnellladestationen für Elektro-Lastwagen in der deutschen Braubranche.
Das Depot verfügt über zwei deckenmontierte Schnellladesäulen, die jeweils eine Leistung von 150 kW liefern. Unterstützt werden sie von einem modularen Batteriespeichersystem mit einer Ausgangsleistung von 125 kW und einer Kapazität von 257 kWh, das auf bis zu 375 kW und 771 kWh erweitert werden kann. Das System ist mit der 380-kWp-Solaranlage der Brauerei verbunden, sodass vor Ort erzeugter Solarstrom zum Laden genutzt werden kann.
Ein KI-basiertes Steuerungssystem optimiert den Energiefluss zwischen den Solarmodulen, dem Batteriespeicher und den Ladepunkten. Dadurch verringert sich die Abhängigkeit vom Stromnetz, und Spitzenlasten werden reduziert. Die Anlage ist skalierbar konzipiert und eignet sich somit auch für logistische und industrielle Anwendungen, während gewerbliche Flotten auf Elektroantrieb umstellen.
Die Initiative ist Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie von Weihenstephan. Die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bildet einen zentralen Baustein der Dekarbonisierungspläne des Unternehmens.
Das Depot vereint Schnellladetechnik, Batteriespeicher, Solarenergie und KI-gestütztes Management in einem einzigen System. Es unterstützt den Umstieg der Brauerei auf Elektro-Lkw und dient zugleich als Modell für ähnliche Projekte in anderen Branchen. Dank des skalierbaren Designs lässt sich die Anlage bei steigendem Bedarf problemlos erweitern.






