Wartburgkreis übernimmt volle Kontrolle über beide Regionalkrankenhäuser ab 2026
Enrico HerrmannWartburgkreis übernimmt volle Kontrolle über beide Regionalkrankenhäuser ab 2026
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für die Krankenhäuser in der Region verabschiedet. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft und Steuerung des St. Georg-Krankenhauses Eisenach sowie des Krankenhauses Bad Salzungen. Mit diesem Schritt soll die langfristige und flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung gesichert werden.
Der beschlossene Plan teilt den Wartburgkreis in zwei medizinische Versorgungsregionen ein: Nord und Süd. Jede dieser Regionen erhält ein Schwerpunktkrankenhaus als zentrales Standbein. Sowohl das St. Georg-Krankenhaus Eisenach als auch das Krankenhaus Bad Salzungen behalten ihre Notaufnahmen und werden als erweiterte Notfallversorgungsstandorte weitergeführt.
Im Rahmen der neuen Struktur wird der Landkreis die fachlichen Schwerpunkte der beiden Häuser koordinieren. Zertifizierte Zentren sollen nicht nur erhalten, sondern ausgebaut werden. Die ambulante Versorgung wird gestärkt und enger mit der stationären Behandlung verzahnt. Die Strategie reagiert damit auf den demografischen Wandel, die Anforderungen der ländlichen Gesundheitsversorgung und die Veränderungen in der Krankenhauslandschaft insgesamt.
Ziel ist es, medizinische Ressourcen zu bündeln, ohne die Eigenständigkeit der beiden Krankenhäuser aufzugeben. Dieser Ansatz soll die Versorgung in Eisenach und Bad Salzungen nachhaltig stärken und zukunftsfähig gestalten.
Der Plan tritt mit der vollständigen Übernahme des St. Georg-Krankenhauses Eisenach durch den Landkreis Mitte 2026 in Kraft. Beide Krankenhäuser werden weiterhin Notfall- und Facharztversorgung anbieten. Die Umstrukturierungen sind darauf ausgelegt, den sich wandelnden Gesundheitsbedürfnissen der Region gerecht zu werden und gleichzeitig den lokalen Zugang zu medizinischer Behandlung zu gewährleisten.






