Verena der Luchs startet neues Leben im Schwarzwald – ein Meilenstein für die Art
H.-Dieter ReuterVerena der Luchs startet neues Leben im Schwarzwald – ein Meilenstein für die Art
Ein neues Kapitel im Wiederaufbau der Luchspopulation in Baden-Württemberg
Im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Wiederansiedlung des Luchses in Baden-Württemberg ist eine neue Phase eingeläutet worden: Das Weibchen Verena wurde kürzlich in die Wildnis entlassen. Bis 2027 sollen bis zu zehn weitere Tiere in der Region ausgesetzt werden, um den Bestand zu stärken.
Verena, die im Frühling 2023 in der Schweiz geboren wurde, durchlief in einer speziellen Auffangstation in Thüringen die Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit. Ihre Auswilderung markiert einen wichtigen Schritt im langfristigen Vorhaben, eine stabile Population des Karpatenluchses in Europa aufzubauen.
Der Schwarzwald bietet ideale Bedingungen für die Tiere: ausreichend Platz und einen passenden Lebensraum. Bisher sind in Baden-Württemberg nur zwei territoriale männliche Luchse bekannt – Verenas Ankunft ist daher von besonderer Bedeutung.
Das Projekt stößt auf breite Unterstützung, unter anderem vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Auch lokale Jäger bringen sich ein und stellen ihr Fachwissen sowie ihr Wissen über die Region zur Verfügung, um den Luchsen die Eingewöhnung zu erleichtern.
Bis 2027 könnten bis zu zehn weitere Luchse in der Region freigelassen werden. Das übergeordnete Ziel ist der Aufbau einer sich selbst erhaltenden Metapopulation, die das langfristige Überleben der Art sichert.
Mit Verenas Auswilderung rückt die Erholung der Luchspopulation in Baden-Württemberg einen Schritt näher. Dank der anhaltenden Unterstützung durch Naturschutzorganisationen und lokale Expert:innen soll das Projekt den Tieren eine Zukunft in der Region ermöglichen. Die nächsten Freilassungen hängen vom Erfolg dieser ersten Phase ab.






