Tübinger Uniklinik setzt auf S4.health für effizientere Abrechnungsprozesse
Harry GirschnerTübinger Uniklinik setzt auf S4.health für effizientere Abrechnungsprozesse
Universitätsklinikum Tübingen modernisiert Abrechnungs- und IT-Systeme für mehr Effizienz
Die Umstellung folgt einem langen Evaluierungsprozess und markiert den Wechsel von der veralteten SAP-IS-H-Plattform. Die neue Lösung, S4.health, wird nahtlos in die bestehende SAP-S/4HANA-Umgebung des Klinikums integriert.
Bereits 2024 begann das Krankenhaus mit der Modernisierung seiner IT-Infrastruktur, indem es sein ERP-System auf SAP S/4HANA umstellte. Diese Migration bildete die Grundlage für weitere Updates – darunter die Ablösung der überholten SAP-IS-H-Abrechnungsplattform.
Nach einer Prüfung verschiedener Anbieter unterzeichnete das Klinikum im Juni 2025 einen Vertrag mit der ATSP. Das ausgewählte System S4.health – eine gemeinsame Entwicklung von ATSP und RZV – übernimmt künftig die gesamte Patientenabrechnung, behält dabei aber die individuellen Regelungen und bestehenden Anpassungen des Krankenhauses bei. Zudem ist die Lösung kompatibel mit dem Klinischen Arbeitsplatzsystem (KAS) i.s.h.med, sodass für die Mitarbeiter dort vorerst keine Änderungen anfallen.
Die Testphase für das neue Abrechnungssystem läuft im gesamten Jahr 2026, die vollständige Inbetriebnahme ist bis Jahresende geplant. Ziel ist es, die Umstellung für die Anwender so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Mit S4.health kann das Klinikum seine komplexen Abrechnungsprozesse weiterhin innerhalb des SAP-S/4HANA-Rahmens abbilden. Das System ist darauf ausgelegt, parallel zum bestehenden Patientenkostensystem von Cerner (heute Oracle Health) zu arbeiten und sorgt so für Kontinuität. Nach dem Go-live wird es die alte SAP-IS-H-Plattform vollständig ersetzen.