30 April 2026, 16:40

Grüne werfen Merz vor: Deutschland ist Trumps Drohungen schutzlos ausgeliefert

Deutsches Propagandaplakat für die Kursaal-Initiative, das einen Soldaten in Uniform zeigt, der ein Schild mit der Aufschrift "Weg mit diesen Verboten" hält

Grüne werfen Merz vor: Deutschland ist Trumps Drohungen schutzlos ausgeliefert

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni, macht Bundeskanzler Friedrich Merz für die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump verantwortlich, Truppen aus Deutschland abzuziehen. Sie wirft der Regierung vor, durch das Fehlen klarer Absprachen mit Washington das Land den unberechenbaren Entscheidungen Trumps schutzlos ausgeliefert zu haben.

Nanni kritisierte die Merz-Regierung scharf dafür, seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 keine Strategie für den Umgang mit seiner Präsidentschaft entwickelt zu haben. Frühere Verhandlungen hätten ihrer Ansicht nach die aktuelle Konfrontation um die Truppenstationierung verhindern können.

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Laut Nanni ist die USA genauso auf die NATO angewiesen wie das Bündnis auf die Unterstützung der Amerikaner. Sie forderte Merz auf, seine Position als Kanzler zu nutzen, um Trumps Drohungen entschlossen entgegenzutreten und die nationalen Interessen Deutschlands zu wahren.

Zu ihren Forderungen gehört ein selbstbewussterer Kurs Berlins mit einem klaren Plan, um auf die wechselhaften Politikvorgaben Washingtons zu reagieren. Ohne eine solche Strategie, warnte sie, riskiere Deutschland weitere Verwerfungen im Sicherheitsverhältnis zu den USA.

Nannis Äußerungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit mit der Regierungshaltung gegenüber Trumps Präsidentschaft wider. Sie besteht auf eine stärkere, besser abgestimmte Strategie, um die Sicherheitsinteressen Deutschlands zu schützen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen zwischen Berlin und Washington weiterhin ungelöst sind.

Quelle