18 March 2026, 06:19

Theologe fordert Kirchenmusik als eigenständigen pastoralen Beruf an

Schwarzes und weißes Bild einer Gruppe von Menschen, die musikalische Instrumente in einer Kirche spielen, die auf Stühlen sitzen und auf dem Boden stehen mit Notenpulten vor ihnen.

Theologe fordert Kirchenmusik als eigenständigen pastoralen Beruf an

Theologe Meinrad Walter fordert, Kirchenmusik als eigenständigen pastoralen Beruf anzuerkennen. Er plädiert dafür, dass Musiker in der Kirche eine klar abgegrenzte Rolle einnehmen sollten – unabhängig von anderen kirchlichen Dienstleistungen wie Mesnern. Sein Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem acht deutsche Bistümer bis März 2026 ähnliche Änderungen einführen oder darüber beraten wollen.

Walter betont, dass Kirchenmusiker bereits in vielfältiger Weise pastorale Arbeit leisten. Ob durch die Leitung von Kinderchören oder die Aufführung großer Oratorien – ihre Tätigkeiten erreichen Menschen, die sonst kaum Kontakt zur Kirche hätten. Zudem schlägt er vor, Musik enger mit der Glaubensvermittlung zu verknüpfen, etwa durch musikalische Begleitung pastoraler Projekte zu den Psalmen.

Laut Walter verlangen Stellenausschreibungen für Kirchenmusiker häufig "pastorale" Fähigkeiten von Bewerbern. Dennoch kritisiert er, dass musikalisch Engagierte selten in Entscheidungen einbezogen werden, die sie direkt betreffen. Als Beispiele nennt er gescheiterte Gespräche mit der GEMA sowie Pläne, die VDD-Zuschüsse für den ACV zu stürzen.

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Als positives Vorbild führt Walter die Stadtpastoralteams in Großstädten an, in denen Kirchenmusiker Seite an Seite mit anderen Fachkräften arbeiten. Er ist überzeugt, dass die Zuordnung von Musikern zu pastoralen Diensten verschiedene kirchliche Initiativen stärken würde. Bis März 2026 werden Bistümer wie Aachen, Augsburg und München die Anerkennung entweder umgesetzt oder diskutiert haben.

Walters Vorschlag zielt darauf ab, die pastorale Rolle von Kirchenmusikern innerhalb der Kirchenstruktur formal zu verankern. Bei einer Umsetzung würden die Änderungen ihre Position neu definieren und eine größere Mitsprache in Entscheidungsprozessen sichern. Gleichzeitig könnte der Wandel die Reichweite der Kirchenmusik auf ein breiteres Publikum ausweiten.

Quelle