Stuttgarter Polizei fasst mutmaßlichen Rechtsextremisten nach monatelangen Graffiti-Attacken
Harry GirschnerStuttgarter Polizei fasst mutmaßlichen Rechtsextremisten nach monatelangen Graffiti-Attacken
Ein 21-jähriger Mann steht in Stuttgart unter Verdacht, für eine Serie von Graffiti-Schmierereien verantwortlich zu sein. Die Polizei durchsuchte am Dienstag, dem 5. November 2024, seine Wohnung, nachdem monatelang rechtsextreme Schmierereien in der Stadt dokumentiert worden waren. Die Behörden gehen davon aus, dass er für Dutzende Fälle an öffentlichem Eigentum verantwortlich sein könnte.
Das Polizeipräsidium Stuttgart hatte die Ermittlungen erstmals in einer Pressemitteilung vom 10. Juli 2024 bekannt gegeben. Beamte verfolgten seitdem eine Welle von Vandalismus, die sich gegen Verteilkästen, Telefonzellen und Wände richtete – allesamt mit rechtsextremen Symbolen und Parolen markiert.
Am 5. November durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmten Beweismaterial, das nun auf mögliche Verbindungen zu den Straftaten untersucht wird. Während ähnliche Vorfälle seit 2015 in Purkersdorf, Österreich, gemeldet wurden, gab es in anderen deutschen Regionen in den letzten Monaten keine vergleichbaren Zwischenfälle.
Der Mann bleibt der einzige Verdächtige in den laufenden Ermittlungen der Stuttgarter Polizei. Bisher wurden keine genauen Angaben zur Zahl der beschädigten Objekte oder zum zeitlichen Ablauf der Angriffe veröffentlicht.
Die beschlagnahmten Unterlagen werden entscheiden, ob Anklage gegen den 21-Jährigen erhoben wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm Strafen wegen Sachbeschädigung und der Verbreitung extremistischen Gedankenguts. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin auf mögliche neue Hinweise.






