06 May 2026, 08:34

Stuttgarter Apotheke setzt als Erste auf Scanacs für digitale Papierrezept-Abrechnung

Eine Sammlung alter Visitenkarten mit Text in Bezug auf Columella edentula, ein Medikament, und ein kleines Stück Papier mit einem Barcode.

Stuttgarter Apotheke setzt als Erste auf Scanacs für digitale Papierrezept-Abrechnung

Apotheke in Stuttgart nutzt als erste Scanacs-Plattform für Abrechnung von Papierrezepten mit der AOK Baden-Württemberg

Eine Apotheke in Stuttgart ist die erste, die Papierrezepte über die Scanacs-Plattform mit der AOK Baden-Württemberg abrechnet. Der Schritt folgt Änderungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV) der Region, der nun einen einheitlichen, standardisierten Abrechnungsprozess für alle Apotheken vorschreibt. Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die Entwicklung als Meilenstein für das System.

Im Januar rechnete die Stuttgarter Apotheke über Scanacs Muster-16-Rezepte im Gesamtwert von mehr als 80.000 Euro ab – darunter ein einzelnes Hochpreisrezept mit einem Volumen von über 40.000 Euro. Parallel dazu werden E-Rezepte weiterhin direkt über die Apo-TI-Schnittstelle an die Plattform übermittelt und dort abgerechnet.

Die überarbeiteten AVV-Regeln zwingen Apotheken nun zur Wahl: Sie müssen sich entweder für die Eigenabrechnung entscheiden oder eine Clearingstelle wie Scanacs nutzen. Sobald eine Methode gewählt wurde, müssen sämtliche Abrechnungen eines Monats über denselben Kanal laufen. Trotz der Umstellung hat Scanacs das System so konzipiert, dass für Apotheken kein zusätzlicher Arbeitsaufwand entsteht – auch die Häufigkeit der Abrechnung bleibt flexibel.

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Das Unternehmen nutzt den Übergang zudem, um seine Prozesse zu optimieren. Langfristig soll die Bearbeitung von Papier- und E-Rezepten innerhalb desselben Monats nach Ende der Anpassungsphase zum Standard werden. Das große Interesse anderer Apotheken lässt erwarten, dass sich in Kürze weitere dem System anschließen werden.

Der neue Abrechnungsprozess beseitigt frühere Inkonsistenzen, indem er pro Apotheke und Monat eine einheitliche Methode vorschreibt. Ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand soll das System die Abwicklung von Ansprüchen für sowohl Papier- als auch E-Rezepte vereinfachen. Mit der geplanten Anbindung weiterer Apotheken in den kommenden Monaten ist eine zusätzliche Expansion wahrscheinlich.

Quelle