24 March 2026, 22:21

Stuttgart 21: Neue Verzögerungen und Kostenexplosion auf 11,3 Milliarden Euro

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und einigen Gegenständen auf der linken Seite des Bahnsteigs.

Stuttgart 21: Neue Verzögerungen und Kostenexplosion auf 11,3 Milliarden Euro

Stuttgart 21: Bahnprojekt verzögert sich weiter – Kosten steigen auf 11,3 Milliarden Euro

Das Bahnprojekt Stuttgart 21, das den Stuttgarter Eisenbahnknoten grundlegend modernisieren soll, sieht sich weiteren Verzögerungen und steigenden Kosten gegenüber. Mittlerweile belaufen sich die Ausgaben auf rund 11,3 Milliarden Euro. Wie offizielle Stellen bestätigten, wird der neue unterirdische Bahnhof ab Ende 2026 schrittweise in Betrieb genommen.

Ziel des Vorhabens ist der Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit neuen Stationen, Tunneln und Brücken. Doch die Inbetriebnahme wurde bereits mehrfach verschoben. Ab Dezember 2026 sollen zunächst Fern- und einige Regionalzüge den unterirdischen Bahnhof nutzen – allerdings werden vorerst nur acht der geplanten Gleise fertig sein.

Schrittweise Inbetriebnahme nötig Die schrittweise Eröffnung ist notwendig, um die neue Infrastruktur mit den bestehenden Strecken zu verknüpfen. Während der unterirdische Bahnhof entsteht, wird die Gäubahn vorerst weiterhin direkt zum oberirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof fahren – mindestens bis März 2027. Auch einige Regionalzüge werden das alte Empfangsgebäude noch bis Juli 2027 ansteuern.

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Unklar bleibt die Zukunft der Oberleitung am alten Bahnhof. Die Initiative Pro Gäubahn fordert, sie bis zur vollständigen Fertigstellung des Projekts – nun voraussichtlich 2030 – weiter zu betreiben. Noch ist nicht geklärt, wie lange die bestehende Strecke nach der teilweisen Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs noch genutzt wird.

Erste Züge rollen Ende 2026 – Vollbetrieb erst 2027 Ab Dezember 2026 werden die ersten Züge durch den neuen Tiefbahnhof fahren, doch mit einem vollständigen Betrieb ist erst 2027 zu rechnen. Bei Kosten von mittlerweile über 11 Milliarden Euro bleibt das Projekt weiterhin mit logistischen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Der schrittweise Übergang bedeutet, dass einige Verbindungen noch mindestens ein weiteres Jahr auf den alten Bahnhof angewiesen sein werden.

Quelle