10 June 2026, 02:14

Stuttgart 21: Experte nennt Milliarden-Projekt "kolossalen Fehler" und warnt vor Mängeln

Stuttgart 21: Grüner Bahn-Experte Gastel scharf kritisiert Konzept und spricht von einem großen Fehler

Stuttgart 21: Experte nennt Milliarden-Projekt "kolossalen Fehler" und warnt vor Mängeln

Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht in der scharfen Kritik von Matthias Gastel, Verkehrsexperte der Grünen. Er bezeichnete den unterirdischen Bahnhof als „kolossalen Fehler“ und warnte vor gravierenden Konstruktionsmängeln. Das Vorhaben, das nun erst 2031 fertiggestellt werden soll, hat zudem die Kosten in astronomische Höhen getrieben – weit über dem ursprünglichen Budget.

Ursprünglich mit einem Kostenrahmen von 4,5 Milliarden Euro genehmigt, wird Stuttgart 21 nun auf 11,3 Milliarden Euro veranschlagt. Die Deutsche Bahn bestätigte die aktuelle Summe sowie eine Verzögerung von einem Jahrzehnt. Eigentlich sollte das Projekt bereits 2021 abgeschlossen sein.

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Gastel äußerte erhebliche Bedenken zur Kapazität und betrieblichen Flexibilität des neuen Bahnhofs. Die Planung erfülle nicht die Anforderungen der Zukunft, so der Politiker: Es bleibe kaum Spielraum für zusätzliche Züge oder erweiterte Verbindungen. Statt sich auf Zeitpläne oder Budgets zu konzentrieren, betonte er die Notwendigkeit einer Infrastruktur, die langfristig zuverlässig funktioniere.

Trotz aller Kritik soll Stuttgart der erste vollständig digitalisierte Bahnhof Deutschlands werden. Doch Gastel machte deutlich, dass technische Aufrüstungen allein die grundlegenden Schwächen des Projekts nicht beheben würden. Er forderte zusätzliche Gleise und Strecken, um die Kapazitäten zu erhöhen – statt sich auf die aktuelle Planung zu verlassen.

Die Endkosten belaufen sich nun auf 11,3 Milliarden Euro, fast das Zweieinhalbfache der ursprünglichen Schätzung. Da die Fertigstellung auf 2031 verschoben wurde, bleibt ungewiss, ob der Bahnhof den wachsenden Fahrgastzahlen gewachsen sein wird. Gastels Warnungen unterstreichen die anhaltende Debatte über die langfristige Tragfähigkeit des Großprojekts.

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