Sturm "Elli" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Eis und Orkanböen sorgen für Chaos
H.-Dieter ReuterSturm "Elli" legt Nordeuropa lahm – Schnee, Eis und Orkanböen sorgen für Chaos
Sturm „Goretti“ – in Deutschland als „Elli“ bekannt – sorgt in Nordeuropa für Chaos
Heftiger Schneefall, orkanartige Winde und vereiste Straßen haben den Verkehr lahmgelegt, die Stromversorgung unterbrochen und den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigt. Die extremen Wetterbedingungen führten zu massiven Ausfällen im Transportwesen, in der Luftfahrt und sogar im Sport.
Der Sturm traf zunächst in der Nacht auf Nordfrankreich, wo rund 380.000 Haushalte ohne Strom waren. Das Kernkraftwerk Flamanville wurde vorsorglich vorübergehend abgeschaltet, doch die Behörden betonten, dass keine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt bestehe.
In Deutschland sorgten Schneestürme für weitreichende Behinderungen. Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr in den nördlichen Regionen bis Sonntag ein, darunter wichtige Strecken wie Berlin–Hannover–Ruhrgebiet und Hamburg–Frankfurt. Auch der Regionalverkehr im Großraum Hannover ruhte zumindest bis Mittag Freitag.
Der Flugverkehr war ebenfalls betroffen: Der Flughafen Birmingham musste wegen starker Schneefälle und schlechter Sicht schließen. Gleichzeitig änderte das Kreuzfahrtschiff AIDAnova seine Route, ließ Southampton aus und kehrte vorzeitig nach Hamburg zurück, um dem Höhepunkt des Sturms auszuweichen.
Sogar Sportveranstaltungen waren betroffen: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig wurde wegen des Schnees abgesagt.
Meteorologe David Menzel betonte, dass der Sturm zwar heftig sei, aber keineswegs ein Jahrhundertereignis darstelle – „auf keinen Fall“. Die Folgen des Unwetters werden noch Tage anhalten: Der Schienenverkehr in Norddeutschland bleibt bis Sonntag eingestellt, während in Frankreich Techniker daran arbeiten, Zehntausende Haushalte wieder mit Strom zu versorgen. Gleichzeitig bewerten Verkehrsbetriebe und lokale Behörden die Schäden und bereiten die Wiederaufnahme des Betriebs vor.






