06 March 2026, 16:20

Studierende lesen gegen Rassismus: Wie Kunst über Flucht erzählt

Ein alter Seekartenausschnitt des Mittelmeeres mit Booten im Vordergrund und Text mit weiterer Information.

Studierende lesen gegen Rassismus: Wie Kunst über Flucht erzählt

Am 12. März 2026 findet in Heidelberg im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine besondere Lesung statt. Studierende des Internationalen Studienzentrums der Universität Heidelberg präsentieren Gedichte und Prosa, inspiriert von der eindrucksvollen Installation mare nostrum des Künstlers Markus Kaesler. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Max-Weber-Haus, wobei Kaesler persönlich anwesend sein wird.

In den vergangenen fünf Jahren hat Markus Kaesler bedeutende Werke zu Migration und Vertreibung geschaffen. Zu seinen Projekten zählen Grenzenlos (2022, MoMA PS1, New York), Fluchtwege (2023, NGV, Melbourne) sowie Exil-Skulpturen (2024, KW Institute, Berlin; 2025, Pinacoteca, São Paulo). Für mare nostrum platzierte er Lochkameras im Mittelmeer, ließ sie treiben und entwickelte die Abzüge später mit Meerwasser. Herausgekommen ist eine Sammlung von 2.749 Bildern, die jeweils eine Person symbolisieren, die zwischen 2019 und 2023 bei der Überquerung des Meeres starb oder verschwand.

Die Studierenden des Internationalen Studienzentrums Heidelberg – die sich auf ein Studium in Deutschland vorbereiten – setzten sich intensiv mit Kaeslers Werk auseinander. Ihre Reflexionen mündeten in eigene Gedichte und kurze Prosatexte, allesamt auf Deutsch verfasst. Diese Werke werden bei der interaktiven Lesung präsentiert und bieten persönliche Perspektiven auf die Themen Flucht und Verlust.

Die Veranstaltung ist Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg, die vom 11. bis 29. März 2026 stattfinden. Sie wird im Max-Weber-Haus, Ziegelhäuser Landstraße 17, abgehalten; die Türen öffnen um 18:00 Uhr.

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Die Lesung gibt den Studierenden eine Stimme, um sich durch Kaeslers Kunst mit dem Thema Migration auseinanderzusetzen. mare nostrum und die begleitenden Arbeiten lenken den Blick auf die menschlichen Kosten der Mittelmeerüberquerungen. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung steht im Rahmen der städtischen Antirassismus-Initiative allen Interessierten offen.

Quelle