09 June 2026, 02:14

Streit um Elektrofahrzeuge: Mercedes-Werk in Stuttgart droht Produktionsstopp durch Überstunden-Boykott

Daimler-Betriebsrat blockiert Überstunden

Streit um Elektrofahrzeuge: Mercedes-Werk in Stuttgart droht Produktionsstopp durch Überstunden-Boykott

Am Mercedes-Benz-Werk in Stuttgart-Untertürkheim haben sich die Spannungen weiter zugespitzt. Der Betriebsrat kündigte an, ab dem 1. Juli Überstundengenehmigungen zu blockieren – eine Maßnahme, die die Produktion gefährdet. Im Mittelpunkt des Streits steht die Rolle des Standorts beim Umstieg des Konzerns auf Elektrofahrzeuge.

Hintergrund des Konflikts sind unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Werks in den Elektroplänen von Mercedes-Benz. Die Unternehmensführung hat bisher keine klare Perspektive für den Standort garantiert, an dem rund 19.000 Beschäftigte arbeiten. Stattdessen fordert der Konzern von den Mitarbeitenden Zugeständnisse.

Ein Krisentreffen am Montag brachte keine Lösung. Der Betriebsrat pocht darauf, dass das Werk mindestens ein Elektromodell fertigen muss, um Arbeitsplätze zu sichern. Ohne diese Zusage sei der langfristige Erhalt des Standorts gefährdet, warnen die Arbeitnehmervertreter.

Die Entscheidung, Überstunden zu stoppen, könnte die Produktion spürbar ausbremsen. Gleichzeitig plant Mercedes-Benz, bis 2022 zehn neue rein elektrisch betriebene Modelle auf den Markt zu bringen. Auch an anderen Standorten fordern Betriebsräte einen größeren Anteil an den zukünftigen Arbeitsplätzen in der E-Mobilität.

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Das Überstundenverbot tritt am 1. Juli in Kraft und wirft Fragen nach sinkenden Produktionszahlen auf. Solange keine Einigung erzielt wird, bleibt die Position des Werks in der Elektrostrategie von Mercedes-Benz ungewiss. Auf die jüngsten Forderungen des Betriebsrats hat das Unternehmen bisher nicht reagiert.

Quelle