Streit um Apothekenreform: CDU fordert Schutz vor Drogerien und Onlinekonkurrenz
Paula GumprichStreit um Apothekenreform: CDU fordert Schutz vor Drogerien und Onlinekonkurrenz
Die Debatten über Apothekenregulierungen in Deutschland kommen voran, doch zentrale Streitpunkte sind noch ungeklärt. Die CDU-Politikerin Simone Borchardt betont die Notwendigkeit, finanzielle Risiken für Apotheker abzufedern und den Ausbau von Drogerieketten im Medikamentenverkauf zu verhindern. Die Verhandlungen sollen nächste Woche beginnen, konkrete Gesetzesänderungen liegen jedoch noch nicht vor.
Ein zentraler Punkt der anstehenden Gespräche ist die Einführung einer Festgebühr für Apotheken. Diese Maßnahme soll die Finanzierung stabilisieren und eine faire Vergütung sichern. Borchardt machte deutlich, dass Apotheker nicht die finanziellen Lasten der Null-Retaxationspolitik tragen dürfen, und bezeichnete die aktuelle Situation als inakzeptabel.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Eindämmung von Versandapotheken und ausländischen Online-Anbietern. Borchardt warnte vor Regelungen, die diesen Dienstleistern einen größeren Marktanteil ermöglichen könnten. Zudem geht es in der Debatte um Rabatte, digitale Verbesserungen und den Zugang von Apothekern zu elektronischen Patientenakten (ePA), wobei Lese- und Schreibrechte als unverzichtbar gelten.
Die Rolle der Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) bleibt weiterhin ungeklärt. Zwar laufen die Diskussionen weiter, doch Borchardt verwies darauf, dass es nun darauf ankomme, Details im parlamentarischen Prozess auszuarbeiten. Konkrete Vorschläge liegen noch nicht vor, doch in den kommenden Wochen wird mit Fortschritten gerechnet.
In der nächsten Verhandlungsphase stehen Festgebühren, digitaler Zugang und Marktbeschränkungen auf der Agenda. Der finanzielle Schutz der Apotheker und der Ausschluss nicht-traditioneller Anbieter sind zentrale Ziele. Eine Einigung über die Vertretung der PTA und weitere Details steht noch aus, während die Gespräche voranschreiten.






