Steinmeier startet "Ehrenamtstag" statt Feiertag zum Grundgesetz-Jubiläum
H.-Dieter ReuterSteinmeier startet "Ehrenamtstag" statt Feiertag zum Grundgesetz-Jubiläum
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine neue Initiative zum Jubiläum des Grundgesetzes ins Leben gerufen – statt eines nationalen Feiertags am 23. Mai schlägt er den „Ehrenamtstag“ vor, einen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren und die Demokratie durch konkretes Handeln zu stärken.
Das Grundgesetz, die deutsche Verfassung, wurde am 23. Mai 1949 verkündet und legte den Grundstein für die demokratische Ordnung des Landes. In diesem Jahr entschied sich Steinmeier dafür, das Erbe nicht mit offiziellen Feierlichkeiten zu würdigen, sondern durch bürgerschaftliches Engagement.
Zum Auftakt des Ehrenamtstags besuchte der Bundespräsident den Prinzessinnengarten, eine Gemeinschaftsgärtnerie in Berlin. Dort packte er selbst mit an, pflanzte und erntete gemeinsam mit Freiwilligen – ein Symbol für gelebte Mitgestaltung.
Steinmeier betonte, dass Demokratie dann besonders stark sei, wenn sich die Menschen aktiv einbrächten. Der Ehrenamtstag solle vor allem jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich ausprobieren – auch in digitalen Formaten und ohne langfristige Verpflichtungen. Langfristig solle die Aktion zu einer jährlichen Tradition werden, die die Werte des Grundgesetzes mit praktischem Handeln verbindet.
Gleichzeitig unterstrich er, dass gemeinsames Engagement den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärke. Indem Menschen Seite an Seite arbeiten, erlebten sie Demokratie greifbar und verankerten ihre Prinzipien für kommende Generationen.
Der Ehrenamtstag soll nachhaltig zu mehr freiwilligem Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung motivieren. Die Initiative bietet insbesondere jungen Menschen flexible Wege, sich einzubringen – ob vor Ort oder digital. Steinmeiers Fokus bleibt darauf gerichtet, durch aktive Teilhabe die demokratischen Traditionen Deutschlands zu bewahren.






