06 June 2026, 12:17

Starker US-Arbeitsmarkt erschüttert Märkte und verzögert Fed-Zinssenkungen

Dax schließt schwächer: US-Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

Starker US-Arbeitsmarkt erschüttert Märkte und verzögert Fed-Zinssenkungen

Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank (Federal Reserve) verschoben. Unternehmen schufen deutlich mehr Stellen als Analysten prognostiziert hatten, während die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent blieb. Die Nachricht löste weltweit Marktbewegungen aus und beeinflusste Währungen, Rohstoffe und Aktienindizes.

Laut aktuellem Bericht entstanden in den USA 172.000 neue Arbeitsplätze – fast doppelt so viele wie die erwarteten 85.000. Dieser Anstieg verringert die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung durch die Fed. Anleger hatten mit einer schwächeren Jobentwicklung gerechnet, was die Argumente für eine Lockerung der Geldpolitik gestärkt hätte.

Der Dollar legte gegenüber dem Euro zu, wobei ein Euro auf 1,1536 US-Dollar fiel. Auch die Rohstoffpreise gerieten unter Druck: Gold verlor deutlich 3,1 Prozent und notierte bei 4.341 US-Dollar pro Unze. Öl folgte dem Trend und gab um 1,3 Prozent nach – die Nordsee-Sorte Brent schloss bei 93,80 US-Dollar pro Barrel.

In Europa verfehlte der DAX die erhoffte Marke von 25.000 Punkten. Stattdessen beendete er den Freitag bei 24.759 Zählern, ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die unerwartet positiven US-Arbeitsmarktdaten dämpften die Marktstimmung und belasteten den Index.

Die robusten Beschäftigungszahlen verzögern nun die Erwartungen an Fed-Zinssenkungen und stärken die Position des Dollars. Die Märkte reagierten mit sinkenden Rohstoffpreisen und einem Rückgang europäischer Aktien. In den kommenden Wochen werden Analysten weitere Signale zur Geldpolitik genau beobachten.

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