23 May 2026, 00:30

Stadt Braunschweig übernimmt VW-Kita "Freche Daxe" trotz sinkender Nachfrage

Die Stadt übernimmt nun diesen Unternehmens-Kindergarten vollständig

Stadt Braunschweig übernimmt VW-Kita "Freche Daxe" trotz sinkender Nachfrage

Volkswagen Financial Services schließt betriebliche Kita „Freche Daxe“ in Braunschweig

Ab August übernimmt die Stadt Braunschweig den Betrieb der bisher von Volkswagen Financial Services (VW FS) geführten betriebseigenen Kindertagesstätte Freche Daxe. Damit bleibt die Betreuung trotz sinkender Nachfrage seitens der Mitarbeiter des Unternehmens gesichert. Die Entscheidung folgt auf Diskussionen über den rückläufigen Bedarf an betrieblichen Kita-Plätzen bis zum Jahr 2025.

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Die Einrichtung Freche Daxe, die unter VW FS mit einem besseren Betreuungsschlüssel und bilingualen Programmen aufwartete, wird künftig von der Stadt verwaltet. Sieben der ursprünglich zehn Betreuungsgruppen wechseln in kommunale Trägerschaft. Die Stadt wird die Kita fortführen und dabei 55 Plätze ausschließlich für Kinder von VW-Mitarbeitern reservieren.

VW FS wird Braunschweig dafür jährlich rund 475.000 Euro zahlen, um diese Plätze zu sichern. Für die Stadt entstehen durch die Übernahme jedoch jährliche Mehrkosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro. Trotz der finanziellen Belastung könnte der Schritt teure Neubauten einer Kita im Stadtteil Wenden-West verhindern.

Die Stadt bleibt verpflichtet, ihrem gesetzlichen Auftrag zur Bereitstellung von Kinderbetreuung nachzukommen – auch wenn die Nachfrage seitens der VW-Familien zurückgeht. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, dass im kommenden Jahr weniger Mitarbeiter auf Betreuungsplätze angewiesen sein werden.

Die Übernahme sichert die weitere Verfügbarkeit von Kinderbetreuung und vermeidet gleichzeitig mögliche hohe Kosten für neue Infrastruktur. VW-Mitarbeiter behalten Zugang zu den 55 reservierten Plätzen, während die Stadt nun die operative Verantwortung trägt. Die Veränderung spiegelt einen größeren Trend bei der Nachfrage nach betrieblicher Kinderbetreuung wider.

Quelle