24 May 2026, 02:18

SPD-Politikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte innerhalb der Partei

SPD-Vizechefin Midyatli: Albig ist mit AfD-Kooperationsvorschlag völlig fehl am Platz

SPD-Politikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte innerhalb der Partei

Eine führende Vertreterin der SPD hat Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf verurteilt. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, lehnte jede Form der Kooperation mit der AfD ab und forderte deren vollständiges Verbot. Ihre Äußerungen erfolgten, nachdem ein ehemaliger Ministerpräsident angedeutet hatte, Minderheitsregierungen könnten im Parlament auf die Duldung der AfD angewiesen sein.

Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hatte zuvor SPD-Mitglieder aufgefordert, Minderheitsregierungen in Betracht zu ziehen, die von der Tolerierung durch die AfD abhängen. Sein Vorstoß löste innerhalb der Partei sofortige Empörung aus.

Midyatlı brandmarkte die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Sie betonte, die SPD dürfe sich niemals mit der rechtsextremen Gruppe einlassen, und gelobte, deren Einfluss auf jeder Ebene zu bekämpfen. Über bloße Ablehnung hinaus forderte sie eine dringende Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei.

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Ihre Haltung ging über Kritik hinaus: Midyatlı verlangte explizit ein Verbot der Partei und stellte sie als direkte Bedrohung für die demokratischen Werte dar.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie mit dem wachsenden politischen Einfluss der AfD umgegangen werden soll. Midyatlıs kategorische Ablehnung von Kooperation und ihr Ruf nach einem Verbot markieren eine klare SPD-Position gegen die Rechtsextremen. Nun rückt die Debatte in den Fokus, ob verfassungsrechtliche Schritte ihren Forderungen folgen werden.

Quelle