07 February 2026, 16:43

Sparkassen starten neue Investmentplattform für selbstständige Anleger

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Sparkassen starten neue Investmentplattform für selbstständige Anleger

Deutschlands Sparkassen bringen im Sommer eine neue digitale Investmentplattform an den Start. Die Dienstleistung richtet sich an selbstständige Anleger, die ohne Beratung Aktien und ETFs handeln. Das Angebot wird unabhängig vom bestehenden S-Broker-System betrieben, das seit 2001 über 130.000 Kunden bedient.

Die Sparkassen-Finanzgruppe diskutiert seit Langem über eine Ausweitung ihrer Services für eigenständige Investoren. Die Sorge, Kunden an digitale Broker zu verlieren, beschleunigte die Entscheidung. Anders als der S-Broker wird die neue Plattform auf einer eigenen Infrastruktur für die Orderabwicklung laufen.

Die DWP Bank und die DekaBank übernehmen Kernfunktionen wie Handel, Verwahrung und Abwicklung. Details zu Preisen oder einem genauen Starttermin stehen noch aus. Ein zentrales Anliegen ist die Zuverlässigkeit: Neben Telefon-Support gibt es Vorkehrungen, um Systemabstürze in Stoßzeiten zu verhindern.

Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Neobroker mit App-Ausfällen und Verzögerungen bei hoher Nachfrage kämpfen. Zudem wurde das Modell "Payment for Order Flow" (PFOF) – eine wichtige Einnahmequelle vieler Konkurrenten – abgeschafft. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Sparkassen eine stabile und nutzerfreundliche Lösung bieten können.

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Die neue Plattform zielt auf Anleger ab, die ihre Portfolios selbst verwalten. Ihre Performance wird zeigen, ob die Sparkassen mit etablierten Neobrokern mithalten können. Ein bundesweiter Rollout ist geplant, doch wie stark die Filialen eingebunden werden, bleibt vorerst offen.