Sozialwohnungen in Deutschland: Rekordverluste in NRW, Zuwächse nur regional
Paula GumprichSozialwohnungen in Deutschland: Rekordverluste in NRW, Zuwächse nur regional
Deutschlands Sozialwohnungsbestand durchlief 2024 tiefgreifende Veränderungen – mit deutlichen regionalen Unterschieden. Einige Bundesländer bauten ihr Angebot aus, während andere starke Rückgänge verzeichneten. Bundeseinheitlich nahm die Gesamtzahl der Wohnungen weiter ab.
Baden-Württemberg verzeichnete mit einem Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen im Jahr 2024 die größte Steigerung. Auch Niedersachsen stockte den Bestand um 1.240 Einheiten auf. Gleichzeitig erlitt Nordrhein-Westfalen den stärksten Verlust: Hier gingen 18.538 Wohnungen verloren. Bayern und Berlin verzeichneten Rückgänge um 2.790 beziehungsweise 2.957 Einheiten.
Ende 2024 gab es bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen. Im selben Zeitraum wurden 57.621 Wohnungen aus der Mietpreisbindung genommen. Bei Studentenwohnheimen gab es Fortschritte: 4.701 neue Plätze für Studierende und Auszubildende entstanden.
Baulandministerin Verena Hubertz kündigte Maßnahmen an, um den Mangel zu bekämpfen. Die Bundesregierung stellte bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Dennoch sank die Gesamtzahl der Sozialwohnungen bis Ende 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20.000.
Der allgemeine Trend zeigt einen schrumpfenden Sozialwohnungsbestand – trotz Zuwächsen in einigen Regionen. Die Bundesförderung soll die Entwicklung umkehren, doch die Wirkung bleibt abzuwarten. Die Verluste in den großen Flächenländern überwiegen die Zugewinne anderswo und mindern die bundesweite Verfügbarkeit.






