Solingen streitet um Zukunft des Heidebads: Bürger fordern Transparenz und Sanierung
Harry GirschnerSolingen streitet um Zukunft des Heidebads: Bürger fordern Transparenz und Sanierung
In Solingen haben sich die politischen Spannungen wegen der anhaltenden Schließung des Heidebad-Freibads erneut zugespitzt. Die Bürgerinitiative Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) wirft den lokalen Behörden mangelnde Transparenz vor. Die Anwohner sind verärgert, da die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen weiterhin unter Verschluss bleiben.
Die Schließung des Heidebads hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Die BfS fordert die vollständige Offenlegung der Kontaminationswerte, einen klaren Sanierungsplan sowie einen realistischen Zeitrahmen für die Wiedereröffnung. Die Initiative betont, dass das Bad eine zentrale soziale Funktion erfülle und für viele Familien in der Stadt eine erschwingliche Freizeitmöglichkeit biete.
Raphael Bender, sportpolitischer Sprecher der BfS, nannte die Situation „vollkommen inakzeptabel“. Er vermutet, dass die Behörden die Veröffentlichung der Ergebnisse bewusst verzögern, um eine dauerhafte Schließung des Bads durchzusetzen. Die BfS warnte Politiker vor Schritten, die die Zukunft des Heidebads gefährden könnten, und deutete an, notfalls politischen Widerstand zu leisten.
Die Gruppe erinnerte zudem an die Geschichte des Heidebads: Bereits 1996 hatte eine Bürgerpetition das Bad vor der Schließung bewahrt. Diesmal, so die BfS, seien Transparenz und entschlossenes Handeln nötig, um einen erneuten Kampf um seinen Erhalt zu vermeiden.
Die Debatte um die Zukunft des Heidebads dürfte weiter an Schärfe gewinnen. Solange die Testergebnisse nicht veröffentlicht werden und kein Plan für die Wiedereröffnung vorliegt, wird der öffentliche Druck voraussichtlich steigen. Die Bürgerinitiative hat deutlich gemacht, dass sie keine erneute Bedrohung für das Bestehen des Bads hinnehmen wird.






