28 April 2026, 06:26

Solarstrom auf Rädern: Kühlauflieger testet grüne Energie für die Logistik

Ein Lastwagen vor einer Reihe von Häusern mit Solarpaneelen auf den Dächern, mit Fenstern, Türen und in der Nähe geparkten Fahrrädern auf einem grasbewachsenen Bereich mit einem Weg, Pflanzen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solarstrom auf Rädern: Kühlauflieger testet grüne Energie für die Logistik

Ein Kühlauflieger mit Solarmodulen wird derzeit in Deutschland unter realen Bedingungen getestet. Das Projekt, das von der Logistikfirma Dachser und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) geleitet wird, untersucht, wie mobile Solarenergie Transportvorgänge mit Strom versorgen könnte. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass das System genug Elektrizität erzeugen kann, um die Frachttemperaturen im Winter über dem Gefrierpunkt zu halten.

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Dachser hat jahrelang an einem Prototyp des Solaraufliegers gearbeitet und ihn für lokale Lieferungen vom Standort Ulm aus eingesetzt. Die neueste Version ist mit Photovoltaikmodulen, einer Batteriespeichereinheit, einer Heizung für den Laderaum, Temperatursensoren und einem Steuerungssystem ausgestattet. Erste Messungen zeigen, dass die Module bis zu 1.700 Watt erzeugen können – genug, um das Innere des Aufliegers konsequent über zwei Grad Celsius zu halten.

Im Rahmen des Tests wird ermittelt, wie viel Energie die Solarmodule jährlich erzeugen können, unabhängig von ihrem konkreten Einsatzzweck. Die Projektpartner hoffen, dass die Ergebnisse weitere Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen – etwa für Kühlaggregate, Gabelstapler oder sogar alternative Antriebssysteme. Matthieu Ebert, der Projektleiter beim Fraunhofer ISE, bezeichnete die Initiative als einen Schritt hin zur Verknüpfung von Transport und nachhaltiger Energieversorgung.

Die Testergebnisse sollen klären, ob mobile Solarenergie eine praktikable Lösung für die Logistikbranche darstellen kann. Bei Erfolg könnte die Technologie die Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen für Kühltransporte verringern. In der nächsten Projektphase steht die Skalierung des Systems für eine breitere industrielle Nutzung im Fokus.

Quelle