29 June 2026, 18:39

Schwimmendes Schwarmkraftwerk am Rhein soll 470 Haushalte versorgen

Energyminer's River Turbines Exist. The Cheap Baseload Claim Needs Operating Data.

Schwimmendes Schwarmkraftwerk am Rhein soll 470 Haushalte versorgen

Ein neuartiges schwimmendes Kraftwerk entsteht am Rhein

In St. Goar nehmen derzeit 124 Energyfish-Einheiten Gestalt an – die erste groß angelegte „Schwarmkraftwerk“-Anlage ihrer Art. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Erprobung kleiner, modularer Strömungsturbinen zur Energiegewinnung in Flüssen.

Jede Energyfish-Einheit misst 2,8 Meter in der Länge, 2,4 Meter in der Breite und 1,4 Meter in der Höhe bei einem Gewicht von etwa 80 Kilogramm. Trotz ihrer kompakten Bauweise kann sie bis zu 6 Kilowatt Leistung erzeugen. Laut dem Entwickler, dem Unternehmen Energyminer, produziert eine einzelne Einheit jährlich rund 15 Megawattstunden. Ein Verbund von 100 Einheiten könnte somit etwa 1,5 Gigawattstunden pro Jahr liefern – genug, um rund 470 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Die Turbinen schwimmen im Flussstrom, sind verankert und leiten den erzeugten Strom an Land. Die Installation geht zügig vonstatten: Sobald die Genehmigung vorliegt, lassen sich zehn Einheiten in etwa drei Tagen einsetzen. Beton oder schwere Baumaßnahmen sind nicht erforderlich, was die Einrichtung vereinfacht und die Kosten senkt.

Energyminer betont, dass das Design fischoffen gestaltet sei und die Anlagen bei Hochwasser abtauchen könnten, um Treibgut zu umgehen. Das Unternehmen schätzt die gestützten Stromgestehungskosten auf etwa 8 Cent pro Kilowattstunde und geht von einer durchschnittlichen Jahresrendite von mindestens 8 Prozent über eine Projektlaufzeit von 20 Jahren aus. Doch diese wirtschaftlichen und leistungsbezogenen Angaben müssen noch durch Betriebsdaten und den Vergleich mit lokalen Energiealternativen überprüft werden.

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Das Projekt in St. Goar soll die Praxistauglichkeit des Energyfish-Systems im großen Maßstab testen. Bei Erfolg könnte es einen neuen Weg aufzeigen, Flussstrom mit minimalen Umweltauswirkungen zu gewinnen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Technologie wie versprochen zuverlässige und kostengünstige Energie liefern kann.

Quelle