Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und gewalttätige Angriffe auf Polizei
Paula GumprichChaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und gewalttätige Angriffe auf Polizei
Behörden meldeten mehrere Vorfälle während und im Umfeld des Fusion-Festivals bei Neustrelitz. Die Veranstaltung wurde von Störungen überschattet, darunter eine vorübergehende Unterbrechung sowie mehrere Festnahmen in Verbindung mit Drogen und Vandalismus.
Das Festival musste kurzzeitig gestoppt werden, nachdem Brände ausgebrochen waren, woraufhin alle Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert werden mussten. Unterdessen leiteten Zollbeamte 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Bei stichprobenartigen Kontrollen registrierte die Polizei zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsverstoß, überwiegend im Zusammenhang mit Rauschgift.
Verkehrskontrollen im Umfeld des Festivals führten zu 48 Fällen von Fahrern, die unter Drogeneinfluss standen. Acht Strafanzeigen wurden wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet, wobei beschlagnahmte Substanzen wie Ecstasy, Kokain und Amphetamine sichergestellt wurden. Zudem wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland angetroffen.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz. Mehrere Personen sollen laut Angaben eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter wurde bei dem Versuch, den Vorfall als Beweismaterial zu filmen, angegriffen und erlitt leichte Verletzungen.
Das Festival war Schauplatz einer Reihe von Straftaten – von Drogendelikten über Sachbeschädigung bis hin zu illegalem Aufenthalt. Die Behörden gingen gegen die Verantwortlichen vor; mehrere Ermittlungen laufen derzeit noch. Die vorübergehende Unterbrechung und die Evakuierungen verschärften die ohnehin schon angespannte Lage während der Veranstaltung.
