30 June 2026, 00:15

Rückfallquoten bei Gewaltdelikten: Starke Unterschiede nach Nationalität in 2025

Wer begeht in Deutschland weiterhin Gewaltverbrechen

Rückfallquoten bei Gewaltdelikten: Starke Unterschiede nach Nationalität in 2025

Neue Daten aus dem Jahr 2025 zeigen erhebliche Unterschiede bei den Rückfallquoten unter Tatverdächtigen von Gewaltdelikten in Deutschland. Nicht-deutsche Staatsbürger, die 14,9 Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellten in jenem Jahr 42,9 Prozent der Tatverdächtigen in diesem Bereich.

Die Wiederholungstäterraten variierten dabei stark nach Nationalität. Bei deutschen Staatsbürgern waren 8,2 Prozent der Verdächtigen bereits zweimal in Erscheinung getreten, 1,8 Prozent dreimal und weniger als ein Prozent vier- bis fünfmal. Bei marokkanischen Tatverdächtigen lagen die Werte höher: 15 Prozent hatten eine zweite Anklage, 5,3 Prozent eine dritte. Tunesische Verdächtige wiesen die höchsten Rückfallraten auf – 16,4 Prozent wurden zweimal und 6 Prozent dreimal beschuldigt.

Bei syrischen Tatverdächtigen betrug die Rate für eine zweite Anklage 10,3 Prozent, für eine dritte 3 Prozent. Afghanische Verdächtige folgten mit 10,7 Prozent bei der zweiten und 2,4 Prozent bei der dritten Anklage. Ukrainische Tatverdächtige wiesen geringere Rückfallquoten auf: 8,3 Prozent bei der zweiten und 1,7 Prozent bei der dritten Beschuldigung.

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Der AfD-Abgeordnete Martin Hess kritisierte die Lage als „inakzeptabel“. Er behauptete, Deutschland sei zu einer „Komfortzone“ für gewaltbereite Straftäter geworden, die sich einer Integration verweigerten. Hess warf anderen politischen Parteien zudem vor, ideologische Ziele über die Sicherheit der deutschen Bevölkerung zu stellen. Als Beispiel für gescheiterte Integration nannte er den Fall von Islam El M., einem in Deutschland geborenen verurteilten Gruppenvergewaltiger, der während seines Prozesses einen Dolmetscher benötigte.

Die Daten verdeutlichen eine klare Kluft in den Rückfallmustern zwischen deutschen und nicht-deutschen Staatsbürgern. Sie unterstreichen zudem die anhaltenden politischen Debatten über Integration und öffentliche Sicherheit im Land. Abgeordnete diskutieren weiterhin über die Konsequenzen dieser Zahlen für die künftige Politik und Strafverfolgung.

Quelle