08 June 2026, 06:13

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte an Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Schritt markiert eine deutliche strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu militärischer Ausrüstung – eine Entwicklung, die durch Russlands Angriff auf die Ukraine beschleunigt wurde.

Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielte, wird seit dem vierten Quartal 2025 als aufgegebener Geschäftsbereich geführt. AEQUITA übernimmt alle 6.250 Mitarbeiter und wird das Geschäft unter den etablierten Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice weiterführen.

Von der Transaktion ausgenommen sind drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech, die weiterhin im Besitz von Rheinmetall bleiben. Die Dermalog SensorTec hingegen wird in die Sparte Waffe und Munition des Konzerns integriert und behält ihren Standort in Neuss. Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird vorerst als hybrider Standort betrieben, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Verkauf als „wichtigen Meilenstein“ für das Unternehmen. Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, betonte, dass die Übernahme den Umsatz im Automobilsegment auf etwa fünf Milliarden Euro steigern werde. Der Abschluss des Geschäfts steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; die vollständige Abwicklung wird im vierten Quartal 2026 erwartet.

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Mit dem Verkauf beschleunigt Rheinmetall seine Transformation zum reinen Rüstungskonzern, während AEQUITA seine Automobilaktivitäten ausbaut – ohne Veränderungen bei Belegschaft oder Markennamen. Die Transaktion spiegelt die branchenweiten Verschiebungen wider, die durch die geopolitischen Umbrüche in Europa ausgelöst wurden.

Quelle