22 March 2026, 20:30

Revolutionärer Wasserfilter: Klar2O bekämpft Mikroplastik und PFAS mit 4,5 Millionen Euro Investition

Diagramm eines Wasserfiltersystems mit einer zentralen zylindrischen Maschine mit Deckel, Griff und Ausguss, verbunden mit Rohren und Ventilen, beschriftet mit "Wasserfiltersystem" und Komponentenangaben.

Revolutionärer Wasserfilter: Klar2O bekämpft Mikroplastik und PFAS mit 4,5 Millionen Euro Investition

Klar2O, ein Start-up aus Bruchsal, sichert sich 4,5 Millionen Euro in Series-A-Finanzierung, um seine fortschrittliche Wasserfiltertechnologie auszubauen. Das Unternehmen setzt mit seinem patentierten Smart Surface-System auf die Bekämpfung von Mikroplastik, Nanoplastik und schädlichen "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) im Trinkwasser. Aktuelle Studien zeigen alarmierende Belastungswerte: Im Durchschnitt finden sich in abgefülltem Wasser 240.000 Plastikpartikel pro Liter – 90 Prozent davon sind Nanoplastikteilchen, die ohne Mikroskop unsichtbar bleiben.

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Die Finanzierungsrunde wurde von der FMC Beteiligungs KG Bremen angeführt. Klar2O will die Mittel nutzen, um die Produktion hochzufahren und die Technologie auf internationalen Märkten einzuführen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern bindet das Smart Surface-System gezielt Nanoplastik und PFAS, bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch und minimalem Druckverlust.

Nanoplastik stellt ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar, da es biologische Barrieren überwinden und sich in menschlichem Blut, Urin und Organen anreichern kann. Neue Forschungsergebnisse wiesen sogar Plastikablagerungen in den Gehirnen verstorbener Alzheimer-Patienten nach. Die Lösung von Klar2O hebt sich durch ihre Nachhaltigkeit ab: Die Filter sind regenerierbar und recycelbar, was im Vergleich zu Einweg-Alternativen Abfall reduziert.

Bisherige Methoden – etwa das Kochen von Wasser mit Edelstahlfiltern – erreichen nur eine teilweise Entfernung (laut einer chinesischen Studie aus dem Jahr 2024 etwa 80 Prozent bei hartem Wasser). Klar2O strebt hingegen eine höhere Effizienz und Skalierbarkeit an. Das Ziel des Unternehmens ist es, einen neuen Branchenstandard für sauberes Trinkwasser zu setzen.

Mit den frischen 4,5 Millionen Euro wird Klar2O die Produktion beschleunigen und die globale Expansion vorantreiben. Die Fähigkeit der Technologie, Nanoplastik und PFAS zu entfernen – bei gleichzeitiger Wiederverwendbarkeit –, adressiert sowohl gesundheitliche als auch ökologische Bedenken. Angesichts der zunehmenden Plastikverschmutzung in Wasservorräten könnte die Lösung des Start-ups eine wirksamere und nachhaltigere Alternative zu bestehenden Filtrationsmethoden bieten.

Quelle