Raucher in Zugtoilette lösen Notbremsung kurz vor Karlsruher Hauptbahnhof aus
Paula GumprichRaucher in Zugtoilette lösen Notbremsung kurz vor Karlsruher Hauptbahnhof aus
Zwei algerische Männer lösten am Samstagnachmittag, dem 13. September, einen Notstopp eines Zuges aus, nachdem sie durch Rauchen in der Toilette einen Feueralarm ausgelöst hatten. Der Vorfall ereignete sich, als der Zug den Karlsruher Hauptbahnhof anfuhr. Beide Reisende besaßen kein gültiges Ticket für die Fahrt von Mannheim nach Karlsruhe.
Die 22- und 27-jährigen Männer waren im EC 9 unterwegs, als sie den Alarm auslösten. Ihre Handlung zwang den Lokführer, kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof eine Notbremsung einzuleiten. Bei dem abrupten Halt wurden weder Fahrgäste noch Personal verletzt.
Bundespolizisten führten die beiden Männer nach der Ankunft aus dem Zug ab. Nach einer Befragung erstatteten die Behörden Anzeige wegen Beförderungserschleichung und Gefährdung des Bahnverkehrs. Beamte verzeichnen seit zwei Jahren einen Anstieg ähnlicher Vorfälle: Zwischen März 2024 und März 2026 wurden bundesweit 150 bis 200 Fälle von Notbremsungen durch Rauchen in den Toiletten von ICE-Zügen registriert.
Die Männer wurden zur weiteren Bearbeitung auf die Polizeidienststelle gebracht. Die Ermittlungen zum Vorfall dauern noch an.
Der Zug setzte seine Fahrt kurz nach der Störung fort. Die Behörden warnen, dass Rauchen in Zugtoiletten Feueralarme auslösen und zu gefährlichen Notbremsungen führen kann. Beide Männer müssen nun mit möglichen rechtlichen Konsequenzen für ihr Verhalten rechnen.






