05 May 2026, 12:21

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen hält Protestplakate und Schilder vor einem Gebäude, während zwei Personen im Vordergrund auf einem Gegenstand sitzen und ein Müllcontainer rechts daneben steht, vor dem Hintergrund von Gebäuden mit Fenstern, Lichtern und Schildern in Deutschland.

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Protest gegen umstrittene Kampfsportschule vor Halleer Hauptbahnhof

Am Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof in Halle eine Demonstration gegen die umstrittene Kampfsportschule Gladiator Fight Academy statt. Die Teilnehmer warfen der Einrichtung vor, Verbindungen zur rechtsextremen Szene und zu Gewalt zu unterhalten. Die Organisatoren sprachen von 300 Teilnehmern, die Polizei schätzte die Zahl jedoch auf etwa 170.

Die Kundgebung wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert. Die Demonstranten zogen in Richtung der Kampfsportschule und skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten deren Schließung. Im Fokus stand der Vorwurf, die Akademie diene als Treffpunkt für die Rekrutierung von Rechtsextremen.

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Währenddessen veranstaltete die Gladiator Fight Academy in Teutschenthal den Start ihrer Gladiator Fight Series. Zu der Veranstaltung erschienen Gäste mit bekannten Verbindungen zur rechtsextremen Szene, darunter Mitglieder der AfD. Die Stadtverwaltung bestätigte, dass der Austragungsort ein kommunales Kulturzentrum war, verweigerte jedoch Angaben zu den Mietbedingungen mit Verweis auf den Datenschutz.

Mehrere Schlüsselpersonen der Kampfsportschule stehen in Verbindung mit extremistischen Gruppen. Theo Weiland, ein ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, gehört zum Kernteam. Er wurde bereits wegen gewalttätiger Straftaten und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt. Ein weiteres Mitglied, Hans Krüger, ist Fan von Energie Cottbus und als Jugendtrainer in der Schule tätig. Ihm werden zudem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt.

Trotz der Kontroversen bietet die Akademie auch Selbstverteidigungskurse für Frauen an und hat Spenden für eine Organisation gesammelt, die Familien schwer kranker Kinder unterstützt. Im Gegensatz dazu setzt sich eine andere lokale Einrichtung, Die Kulturakademie, für demokratische Werte ein, indem sie Kampfsport mit Medienkompetenz, politischer Bildung und Gemeinschaftsarbeit verbindet.

Die Proteste spiegeln die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten der Kampfsportschule und ihre mutmaßlichen Extremismusverbindungen wider. Während die Akademie weiterhin betrieben wird, fordern Kritiker eine genauere Prüfung ihrer Rolle in der Gemeinschaft. Die Stadtverwaltung hat sich bisher geweigert, in die privaten Mietverträge einzugreifen.

Quelle