Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abschalteinrichtungen zurück
Paula GumprichPorsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abschalteinrichtungen zurück
Porsche ruft rund 22.000 Diesel-Modelle des Cayenne in ganz Europa zurück, nachdem in deren Motoren illegale Abschalteinrichtungen entdeckt wurden. Die betroffenen Aggregate stammen von Audi, da Porsche keine eigenen Dieselantriebe herstellt. Das Unternehmen hat bereits ein Software-Update für die Fahrzeuge entwickelt, das jedoch noch die Zustimmung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) benötigt.
Ursache für den Rückruf sind von Audi gelieferte Dieselmotoren, die in den Porsche Cayenne verbaut wurden und illegale Abschalteinrichtungen enthalten. Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke hatte zuvor angedeutet, dass man notfalls Schadensersatz von Audi einfordern werde.
Die finanziellen Folgen für Porsche werden auf etwa 200 Millionen Euro geschätzt. Diese Summe umfasst die Kosten für die Fahrzeug-Updates, Anwaltsgebühren, Mietwagen für betroffene Kunden sowie Wertminderungen bei Leasingfahrzeugen. Die endgültige Höhe könnte sich nach Abschluss des Rückrufverfahrens noch verringern.
Audi hat sich bereit erklärt, Porsche für die entstandenen Schäden zu entschädigen. Die genaue Summe wird erst nach Abschluss der Rückrufaktion und der Abrechnung aller damit verbundenen Kosten feststehen.
Von dem Rückruf sind 22.000 Cayenne-Diesel in Europa betroffen. Die von Porsche entwickelte Softwarelösung liegt bereit, muss jedoch vor der Umsetzung noch vom KBA genehmigt werden. Audi übernimmt die anfallenden Kosten – die endgültige Entschädigungssumme wird zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt.






