Pforzheimer Apotheker legen für faire Löhne die Arbeit nieder
Apotheker in Pforzheim und im Enzkreis kämpfen für bessere Bezahlung
Am 23. März 2026 werden rund 30 Apotheken in Pforzheim und dem Enzkreis ihre Türen aus Protest schließen und sich vor der Christoph-Apotheke versammeln. Die Demonstration richtet sich gegen veraltete Gebührenstrukturen und jahrelang ausbleibende Lohnerhöhungen – Frustrationen, die in der Branche seit Langem schwelen.
Die letzte nennenswerte Anpassung der Apothekengebühren liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück; 2013 gab es lediglich eine marginale Erhöhung. Christian Kraus, Vorsitzender des LAV-Ortsverbands Pforzheim, hat Kollegen aufgerufen, in Berufskleidung mit Plakaten und Flugblättern an der Kundgebung teilzunehmen, um Geschlossenheit zu zeigen. Er räumte ein, dass es erheblichen Aufwand bedeutete, fast alle Apotheken für den Aktionstag zu gewinnen.
Andreas Plommer, Inhaber der Christoph-Apotheke, hätte sich zwar einen flächendeckenden Streik aller Notdienstapotheken gewünscht, um den Druck zu erhöhen. Doch wegen seiner eigenen Notdienstverpflichtung bleibt seine Apotheke geöffnet. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hat er für den Vormittag fünf und für den Nachmittag vier Mitarbeiter eingeteilt.
Trotz des Protests bleiben Notdienstapotheken bundesweit in Betrieb, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen. Die Organisatoren betonen, dass apothekenbasierte Leistungen deutlich kostengünstiger seien als Krankenhausalternativen – ein weiteres Argument für faire Vergütungsmodelle.
Die Demonstration in Pforzheim ist Teil einer konzertierten Aktion für eine Reform der Apothekenentgelte. Mit der breiten Beteiligung lokaler Apotheken sendet die Branche ein klares Signal: Die Gebühren müssen endlich an die Realität angepasst werden. Zwar läuft der Notdienst weiter, doch der Protest unterstreicht die finanzielle Belastung, unter der der Berufsstand leidet.






