PCK-Raffinerie kämpft mit Ölknappheit nach russischem Lieferstopp für kasachisches Rohöl
Enrico HerrmannPCK-Raffinerie kämpft mit Ölknappheit nach russischem Lieferstopp für kasachisches Rohöl
Die PCK-Raffinerie in Deutschland steht vor Versorgungsproblemen, nachdem Russland den Transit von kasachischem Öl gestoppt hat. Die Anlage, die mehrheitlich deutschen Tochtergesellschaften des russischen Konzerns Rosneft gehört, arbeitet trotz der Störungen weiter.
Im Mai hatte Russland die Lieferungen von kasachischem Rohöl durch die Druschba-Pipeline eingestellt. Dieses Öl machte etwa 20 Prozent des in PCK verarbeiteten Rohstoffs aus. Trotz des Ausfalls betrieb die Raffinerie im vergangenen Monat noch 82 Prozent ihrer Kapazität – gestützt auf bestehende Reserven.
Die deutsche Regierung verhandelt mit Polen über alternative Lieferwege. Ein Vorschlag sieht vor, mehr Öl über den Hafen von Danzig (Gdańsk) nach PCK umzuleiten. Polen zeigt sich zwar kooperationsbereit, bleibt aber zurückhaltend, was direkte Gespräche mit Rosneft Deutschland angeht, dem Mehrheitseigner der Raffinerie.
Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Bemühungen zur Sicherung der Produktion vorankämen. Bisher gebe es jedoch noch keine Einigung, und die Dauer der Lieferunterbrechung bleibe ungewiss. Die PCK-Raffinerie spielt eine zentrale Rolle bei der Treibstoffversorgung Nordostdeutschlands und des Berliner Raums. Ihre künftige Produktion hängt davon ab, wie schnell die aktuellen Versorgungsengpässe behoben werden können. Die Gespräche zwischen Deutschland und Polen dauern an, doch eine Lösung steht noch aus.






