05 May 2026, 21:47

Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu schwach und reaktiv

Detailierte Wandkarte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Landesgrenzen, begleitet von erklärendem Text.

Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu schwach und reaktiv

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er wirft der Bundesregierung vor, gegenüber Teheran eine schwache und reaktive Haltung einzunehmen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit zunehmender Spannungen in der Straße von Hormus, wo der Iran zivile Frachtschiffe ins Visier genommen hat.

Nouripour warf dem Außenminister Johann Wadephul (CDU) vor, keine entschlossenen Schritte einzuleiten. Er warnte, die Lage in der Straße von Hormus habe ein nicht mehr hinnehmbares Ausmaß erreicht – Angriffe auf Handelsschiffe lösten ernsthafte Besorgnis aus.

Der Grünen-Politiker argumentierte zudem, der Iran gehe davon aus, in Verhandlungen die stärkere Position innezuhaben. Nouripour zufolge speist sich Teherans Selbstbewusstsein daraus, dass das Regime trotz internationalem Druck überlebt habe. Er betonte, die europäischen Staaten, die direkt von den iranischen Aktionen betroffen seien, müssten nun mit eigenen diplomatischen Initiativen vorangehen.

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Ohne eine Feuerpause in der Region warnte Nouripour, der eskalierende Konflikt könne in einen offenen Krieg umschlagen. Er forderte von Deutschland und seinen Verbündeten ein entschlosseneres Vorgehen, um weitere Destabilisierung zu verhindern.

Nouripours Kritik unterstreicht die wachsende Frustration über die deutsche Iran-Politik. Sein Appell für europäisch geführte Verhandlungen spiegelt die Sorge über die aktuelle Blockade wider. Die anhaltenden Angriffe in der Straße von Hormus bleiben ein zentraler Zündpunkt – die Angst vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts besteht fort.

Quelle