Neue Güterbahnstrecke zwischen Riegel und March entlastet Rheintalbahn ab 2030
Paula GumprichNeue Güterbahnstrecke zwischen Riegel und March entlastet Rheintalbahn ab 2030
Offizieller Baubeginn für neue Güterbahnstrecke zwischen Riegel und March
Mit dem Projekt soll die stark frequentierte Rheintalbahn entlastet werden, indem der Güterverkehr auf eine eigene Trasse verlagert wird. Die Behörden versprechen damit weniger Lärm für die Anwohner und eine höhere Pünktlichkeit im Schienenverkehr.
In der ersten Phase entsteht ein elf Kilometer langes Teilstück zwischen Riegel und March; die Bauarbeiten sollen etwa sechs Jahre dauern. Fertig gestellt wird die Strecke später parallel zur Autobahn A5 verlaufen und Teil eines zentralen europäischen Güterkorridors von Rotterdam bis Genua sein.
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf sechs Milliarden Euro, wovon 5,2 Milliarden aus Bundesmitteln stammen. Lokale Vertreter im Landkreis Emmendingen begrüßten den Baustart als längst überfällige Entlastung für die Gemeinden entlang der Rheintalbahn. Zudem setzen sie sich für eine Verlängerung der Strecke nach Süden bis Offenburg ein, wo sie an einen geplanten Tunnel angebunden werden soll.
Nach der Fertigstellung wird die über 90 Kilometer lange Güterumgehungsstrecke zwischen Offenburg und Müllheim jährlich rund 50.000 Güterzüge von Freiburg und anderen Städten fernhalten. Dadurch soll nicht nur Kapazität für den Personenverkehr frei werden, sondern auch die Lärmbelastung für die Bevölkerung sinken.
Zwar wird die neue Strecke erst in Jahren fertiggestellt sein, doch die Auswirkungen sind bereits absehbar: Durch die Trennung von Güter- und Personenverkehr dürften die Züge auf der Rheintalbahn künftig reibungsloser fahren. Gleichzeitig profitieren die Anliegergemeinden von weniger Zugverkehr – und damit von weniger Lärm und Erschütterungen.






