"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany" 2024: Warum Führungsstärke die neue Schönheit ist
Deutschlands nächstes "Miss Germany" wird an diesem Wochenende gekürt – in einem Wettbewerb, der seinen Fokus von Schönheit auf Führungskompetenz verlagert hat. Neun Finalistinnen, darunter dfb frauen und Frauen in Führungspositionen, konkurrieren um den Titel. Fünf von ihnen sind direkt mit Initiativen verbunden, die Frauen in der Wirtschaft fördern. Die Veranstaltung unterstreicht einen neuen Kurs: Ehrgeiz und Innovation stehen nun im Vordergrund, nicht mehr die traditionelle Schönheitskonkurrenz.
Der diesjährige Wettbewerb markiert einen deutlichen Bruch mit dem alten "Beauty-Queen"-Modell. Die Veranstalter suchen heute Frauen, die Führungsqualitäten zeigen – und nicht nur Einfluss in sozialen Medien. Unter den neun Finalistinnen sind eine Biologin, eine Pressesprecherin der Bundeswehr und Dr. Valentina Busik, die aktuelle Titelträgerin und Frau, die mithilfe von KI das Gesundheitswesen modernisiert.
Fünf der Kandidatinnen sind mit von Frauen geführten Unternehmen verbunden. Abina Ntim gründete JONA Curly Hair Care, während Amelie Reigl in der Biotechnologie arbeitet und an der Entwicklung von im Labor gezüchteter Haut forscht. Büsra Sayed, eine Frau mit Hijab, leitet by Caramella, ein Modelabel für bescheidene Mode für Frauen, die ein Hijab tragen, und tritt in der Kategorie "Female Founder" an. Amina Ben Bouzid, Finalistin in der Kategorie "Female Leader", unterstützt über Wefra Life MediaplusFrauen dabei, ihre Marken zu skalieren. Anne Bäumler, eine weitere Mitstreiterin, führt bei der Drogeriekette dm ein Team von über 800 Mitarbeitenden.
Sowohl Sayed als auch Ben Bouzid sahen sich wegen ihres Hijabs mit Rückschlägen konfrontiert – Kritiker behaupten, sie seien "nicht deutsch genug". Die meisten rassistischen und sexistischen Kommentare stammen von Männern. Trotz allem bleiben die beiden entschlossen und sehen ihre Teilnahme als Schritt nach vorn für andere. Sie betonen selbstbewusst ihre deutsche Identität und lassen sich nicht von Vorurteilen ihre Erfolge überschatten.
Die Siegerin wird aus einer Gruppe von Frauen gewählt, die vielfältige Bereiche und Ambitionen repräsentieren. Der neue Ansatz des Wettbewerbs spiegelt einen größeren gesellschaftlichen Wandel wider: Führung und Unternehmergeist sollen stärker gewürdigt werden. Für Sayed, Ben Bouzid und die anderen Finalistinnen geht es nicht nur um einen Titel, sondern darum, ein Vorbild für kommende Generationen zu sein.






