Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich war es wirklich?
Paula GumprichMinimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich war es wirklich?
Kleines Leck im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg am 10. März 2026 entdeckt
Bei Routinekontrollen im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1) wurde am 10. März 2026 ein geringfügiges Leck festgestellt. Betroffen waren zwei korrodierte Rohrverbindungen an einem Wassertank, doch Behörden bestätigten, dass von dem Vorfall keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt ausging. Die zuständigen Stellen stuften das Ereignis nach deutschen Atomrecht-Vorschriften als meldepflichtig, aber von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung ein.
Die Betreiber entdeckten das Leck während regulärer Inspektionen in der bereits außer Betrieb genommenen Anlage. Das betroffene System, das eigentlich radioaktive Stoffe zurückhalten soll, wies an zwei Rohrverbindungen Korrosionsschäden auf, wodurch geringe Mengen Flüssigkeit austraten. Unter der Undichtigkeit wurden Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, doch die Flüssigkeit wurde über einen Bodenablauf sicher in das vorgesehene radioaktive Abwassersystem der Anlage geleitet.
Der Vorfall wurde gemäß der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) als Kategorie N (Standardmeldung) erfasst. Da keine Sicherheitsrisiken bestanden, erhielt er die INES-Stufe 0 – die niedrigste Einstufung auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse. Techniker dichteten die Lecks mit Schellen ab; langfristig ist nun der Austausch des defekten Wassertanks geplant.
Vonseiten der Aufsichtsbehörden waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich, und es wurden keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen bekannt gegeben. Das Bundesumweltministerium hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall oder zu übergeordneten Sicherheitsstandards in deutschen Kernkraftwerken geäußert.
Das Ereignis hatte keine messbaren Auswirkungen auf Mitarbeiter, die Bevölkerung oder die Umgebung. Die Betreiber hielten sich an die vorgeschriebenen Meldeverfahren, und die Reparaturen wurden ohne Unterbrechung abgeschlossen. Der stillgelegte Reaktorblock bleibt im Rahmen der laufenden Stilllegungsprozesse weiter unter Beobachtung.






