19 April 2026, 14:23

Mercedes setzt auf kohlenstoffbasierte Batterien für nachhaltige Energie in Rastatt

Luftaufnahme eines großen Werks mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras, Strommasten und Stromleitungen, vor einem Hügel- und einem klaren blauen Himmel.

Mercedes setzt auf kohlenstoffbasierte Batterien für nachhaltige Energie in Rastatt

Mercedes-Benz hat bei der CMBlu Energy AG ein kohlenstoffbasiertes Batteriesystem für sein Werk in Rastatt bestellt. Der Schritt ist Teil der Suche des Automobilherstellers nach Alternativen zu Lithium-Ionen-Batterien. Das neue System soll die Speicherung erneuerbarer Energien am Standort ausbauen.

Die von CMBlu entwickelte SolidFlow-Batterie nutzt Kohlenstoff anstelle von Vanadium als Speichermedium. Dadurch sinken die Kosten, und die Leistung verbessert sich im Vergleich zu herkömmlichen Redox-Flow-Batterien. Das System kann Energie für sechs Stunden speichern und lässt sich bei Bedarf flexibel erweitern.

Die Anlage mit einer Kapazität von 11 Megawattstunden wird mit der bestehenden Solaranlage des Werks kombiniert. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2025 geplant. CMBlu bezeichnet seine Technologie als "organisch", da Kohlenstoff sowohl reichlich verfügbar als auch leicht recycelbar ist.

Neben Mercedes-Benz arbeitet CMBlu an Pilotprojekten in Europa und den USA. Dazu zählen Kooperationen mit der WEC Energy Group in Wisconsin, dem Salt River Project in Arizona sowie mit nationalen Forschungseinrichtungen wie den Argonne- und Idaho-Nationallaboren. Das Unternehmen hatte bereits 2018 den pv magazine Annual Award für seine Redox-Flow-Innovation erhalten.

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Die Installation in Rastatt wird Mercedes-Benz dabei helfen, Langzeitspeicherlösungen ohne Lithium zu erproben. Das System von CMBlu bietet eine skalierbare, kohlenstoffbasierte Alternative für industrielle Anwendungen und Stromnetze. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt des Automobilherstellers hin zu nachhaltigen Energielösungen.

Quelle