Mercedes-Benz kämpft mit Gewinnsturz und plant Milliarden-Einsparungen
Paula GumprichMercedes-Benz kämpft mit Gewinnsturz und plant Milliarden-Einsparungen
Mercedes-Benz meldet drastischen Gewinnrückgang im dritten Quartal
Der Stuttgarter Automobilkonzern Mercedes-Benz hat für das dritte Quartal des Jahres einen deutlichen Einbruch der Gewinne bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brachen die Erträge um mehr als 50 Prozent ein und lagen bei nur noch 1,7 Milliarden Euro. Als Reaktion auf die wirtschaftliche Herausforderung kündigte das Unternehmen nun Pläne an, die jährlichen Kosten um mehrere Milliarden Euro zu senken.
Auch die Umsätze des Konzerns gingen zurück – um 6,7 Prozent auf knapp unter 35 Milliarden Euro. Ein zentraler Grund für den Rückgang ist die nachlassende Nachfrage in China, wo die Absatzzahlen der hochpreisigen Modelle hinter den Erwartungen zurückblieben. Mercedes-Benz führte die volatile globale Wirtschaftslage als Begründung für die neue Sparstrategie an.
Bisher hat das Unternehmen zwar die Fixkosten reduziert, konkrete Maßnahmen für weitere Einsparungen stehen jedoch noch aus. Zwar sind Stellenabbau nicht ausgeschlossen, doch das Tarifabkommen "Zusi 2030" schützt die meisten deutschen Beschäftigten bis mindestens Ende 2029 vor betriebsbedingten Kündigungen. Bisher hat Mercedes-Benz nicht bestätigt, ob Personalabbau Teil der Kostensenkungspläne sein wird.
Ziel des Sparprogramms ist es, die finanzielle Stabilität des Konzerns angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten zu sichern. Angesichts rückläufiger Umsätze und Gewinne steht Mercedes-Benz in den kommenden Jahren vor erheblichen Veränderungen. Im Fokus stehen Kostensenkungen bei gleichzeitiger Arbeitsplatzsicherheit für die deutsche Belegschaft im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen.






