Medikamentenmissbrauch: Fahrer ohne Führerschein riskiert Leben auf der B10
Enrico HerrmannMedikamentenmissbrauch: Fahrer ohne Führerschein riskiert Leben auf der B10
Ein 36-jähriger Mann wurde am Montag von der Polizei gestoppt, nachdem er auf der Bundesstraße 10 unberechenbar gefahren war. Augenzeugen berichteten, sie hätten einen Peugeot bei Eislingen gefährlich zwischen den Spuren schlingern sehen, woraufhin sie den Notruf alarmierten. Der Fahrer gab später zu, starke Medikamente wegen einer Erkrankung eingenommen zu haben.
Der Vorfall begann gegen 8:20 Uhr, als Passanten beobachteten, wie der Peugeot in Richtung Ulm riskante Spurwechsel vornahm. Besorgte Beobachter verständigten die Behörden und verfolgten das Fahrzeug, bis die Polizei es in Kuchen stoppen konnte.
Der Fahrer, dessen Führerschein bereits entzogen worden war, erklärte den Beamten, er stehe unter dem Einfluss verschreibungspflichtiger Medikamente. Ein Bluttest soll nun klären, inwieweit die Wirkstoffe seine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt haben.
Die Polizei in Baden-Württemberg bestätigte die Festnahme, gab jedoch keine weiteren Auskünfte zu Kontrollmaßnahmen oder früheren Fällen von Fahruntüchtigkeit in der Region.
Das weitere Vorgehen im Fall des Mannes hängt von den Ergebnissen des Bluttests ab. Die Behörden werden prüfen, ob seine Medikamenteneinnahme seine Fahrfähigkeit in strafrechtlich relevanter Weise beeinträchtigt hat. Sowohl sein entzogener Führerschein als auch das Geständnis des Medikamentenkonsums werden in mögliche rechtliche Konsequenzen einfließen.






