19 June 2026, 14:17

Marzahn Pride 2024: Parade startet trotz rechtsextremer Drohungen mit klarem Signal gegen Diskriminierung

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: Parade startet trotz rechtsextremer Drohungen mit klarem Signal gegen Diskriminierung

Marzahn Pride findet in diesem Jahr mit einer Parade statt, die um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten beginnt. Das Event will auf die Herausforderungen queerer Geflüchteter und Migrant:innen im Bezirk aufmerksam machen. Trotz bisher keiner bestätigten rechtsextremen Gegenproteste bleiben Veranstalter:innen und lokale Behörden wachsam.

Organisiert wird der Umzug von Quarteera e.V., einer Initiative, die queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte Marzahns, und Gordon Lemm. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

2022 sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der neonazistischen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. Rechtsextreme Einschüchterungsversuche wie Aufkleberaktionen und Propaganda entlang der Paraderoute sind ein wiederkehrendes Problem. Im vergangenen Jahr wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von Rechtsextremen gestört.

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Laut Berlins Meldestelle für diskriminierende Vorfälle nehmen körperliche Angriffe und rechtsextreme Aktivitäten in Marzahn zu. Dennoch warnt Krah davor, von einem reibungslosen Ablauf auszugehen – die Erfahrung zeige, dass die Risiken bestehen bleiben.

Marzahn Pride wird wie geplant stattfinden. Die Veranstaltung will Diskriminierung thematisieren, ohne die feierliche Atmosphäre zu verlieren. Veranstalter:innen und Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.

Quelle