26 February 2026, 11:03

Manuel Hagels sexistische Äußerung von 2018 belastet seinen Wahlkampf in Baden-Württemberg

Ein Plakat mit der Aufschrift 'Toiletten sind geschlechtsneutral' betont die Bedeutung des Geschlechts auf der Toilette.

Manuel Hagels sexistische Äußerung von 2018 belastet seinen Wahlkampf in Baden-Württemberg

Eine sexistische Äußerung des CDU-Politikers Manuel Hagel aus dem Jahr 2018 ist während des Wahlkampfs in Baden-Württemberg wieder aufgeflammt. Die Grünen-Politikerin Zoe Mayer teilte den alten Ausschnitt auf Instagram, was die Kritik an seinen damals gemachten Bemerkungen über eine 16-jährige Schülerin neu entfachte. Hagel, der nun für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert, tut den Vorfall als vergangenen Fehler ab.

Vor acht Jahren war der damals 29-jährige Hagel in einer lokalen Fernsehsendung zu Gast, um über einen Besuch an einer weiterführenden Schule zu sprechen. Er beschrieb eine Unterrichtsstunde mit "80 Prozent Mädchen" als "keinen schlechten Termin" für sich. Anschließend lenkte er die Aufmerksamkeit auf eine Schülerin namens Eva, die er mit "braunen Haaren und rehbraunen Augen" charakterisierte. Die Äußerungen wurden weithin als objektivierend wahrgenommen, da sie die Jugendliche auf ihr Äußeres reduzierten.

Der kürzlich von Mayer erneut geteilte Clip löste eine mediale Debatte über Hagels Charakter aus. Er gab zu, dass ihn seine Frau damals zurechtgewiesen habe, und bezeichnet die Bemerkung heute als "Fehler". Trotz der Empörung bewerteten Medien wie die Stuttgarter Zeitung den Aufruhr als übertrieben und wiesen darauf hin, dass der Vorfall keine dauerhaften Folgen für die Position der CDU oder die Koalitionsgespräche gehabt habe.

Hagel betont inzwischen seine Rolle als Vater und sein Engagement für familiäre Werte. Er erkennt an, dass Männer sexistische Witze und veraltete Einstellungen ablehnen müssten. Kritiker hingegen argumentieren, dass solche Äußerungen nach wie vor verbreitet seien – besonders, da sich die politische Rhetorik zunehmend nach rechts verschiebe.

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Die Kontroverse hat Hagels Wahlkampf zwar nicht aus der Bahn geworfen, doch sie hat die anhaltenden Bedenken hinsichtlich Sexismus in der öffentlichen Debatte verdeutlicht. Seine Äußerungen von 2018, die als einmaliger Ausrutscher abgetan werden, spiegeln eine größere Diskussion über Respekt und Repräsentation wider. Der Vorfall zeigt, wie frühere Aussagen in politischen Wahlkämpfen wieder aufkommen können.